FAZ-Journalist Claudius Seidl bei „Stimmt!“: Regierung befindet sich im „moralischen und kommunikativen Notstand“
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Die Kabinettsklausur in Meseberg ist beendet, doch viele Punkte, die zu Diskussionen zwischen den drei Regierungs-Parteien SPD, Grünen und FDP führen, wurden während der Tagung bewusst ausgeklammert. So zum Beispiel die Frage, ob es einen Industriestrompreis geben soll.
Bewusst bemüht gab sich die Ampel am Mittwoch und demonstrierte Einigkeit. Streitigkeiten drangen diesmal nicht nach außen.
Dabei seien Konflikte in einer Regierung per se nicht das Problem, so Claudius Seidl im NIUS-Nachrichten-Talk „Stimmt!“, der ehemalige Feuilleton-Chef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).
Vielmehr irritiere der Umgang des Kanzlers mit internen Dissonanzen. „Stellt Euch vor, dazwischen wäre ein Bundeskanzler mit Eloquenz, mit Charisma, ein Bundeskanzler, der die Leute mitreißen könnte.“ Stattdessen? Stille. Die Regierung befinde sich in einem „Moralischen und kommunikativen Notstand“, kommentierte Seidl.

Autorin Bettina Röhl sieht in der misslungenen Kommunikation des Kanzlers Überforderung: „Ich glaube, die Themen wachsen ihm über den Kopf, dass er dann nur noch lacht. Olaf Scholz ist wirklich ein Reinfall“, sagte sie im NIUS-Talk.

Nach außen harmonisch: Das Bundeskabinett in Meseberg
„Alle Macht kommt aus den Wörtern, den Sätzen, aus denen man etwas vorträgt“, so der Publizist Seidl. Doch auf ein solches Machtwort des Kanzlers, das Einigkeit zwischen den Koalitionspartnern schafft, warte man vergeblich.
Die ganze Sendung „Stimmt!“ gibt es hier:
Emilie Brummel
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