Festspiele in Bayreuth: Eröffnung mit Blitz und Donner
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- Die Bayreuther Festpiele wurden bei strömenden Regen feierlich eröffnet
- Prominenz aus Politik und Unterhaltung präsentierte sich auf dem roten Teppich
- Teures Vergnügen: Tickets für die Wagner-Opern kosten bis zu 500 Euro
Die Bayreuther Festspiele feiern opulente Premiere – wie jedes Jahr. Damit einher geht das Schaulaufen der Prominenz aus Politik und Unterhaltung auf dem grünen Hügel.
In diesem Jahr hätte die Eröffnung allerdings nicht dramatischer sein können: Als Alt-Kanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Grünen-Chefin Ricarda Lang in ihren festlichen Roben über den roten Teppich schreiten wollten, machte das Wetter Richard Wagner alle Ehre. Dramatischer Himmel, Blitz und Donner, dazu ein heftiger Wolkenbruch – einige Gäste mussten sogar minutenlang in ihren Limousinen warten.
Schauen Sie in unsere Fotogalerie zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele:
Eigentlich hatten alle mit einem strahlenden Hochsommertag gerechnet. Keine Wolke am Himmel, sehr warm, der kühle Pausendrink wurde sehnsüchtig erwartet. Vielleicht haben die anwesenden Mitglieder der Bundesregierung auch Karl Lauterbachs Tricks gegen große Hitze befolgt.
Aber es war nichts zu spüren vom vielbeschworenen Hitze-Sommer, für den es laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dringend einen Schutzplan geben müsste, damit die Zahl der Hitzetoten nicht weiter ansteigt.

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis
Ein Regenschirm war an diesem Abend der beste Schutz
Im Saal erwartete die Zuschauer die nächste Überraschung. Parsifal in einer besonderen Inszenierung eröffnet in diesem Jahr die Festspiele, die noch bis zum 28. August andauern. US-Regisseur Jay Scheib bringt den Wagner Klassiker in einer gewagten Neuinszenierung auf die Bühne. 330 der 2000 Zuschauer tragen eine Augmented-Reality-Brille, durch die das Bühnenbild virtuell ergänzt wird. Jede Brille kostet etwa 900 Euro, deshalb konnten nicht alle Gäste damit ausgestattet werden.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth
Die modernen Aufführungen sorgten schon vor Beginn der Festspiele für die erste Krise: Einige Mäzene der „Gesellschaft der Freunde von Bayreuth“ gaben Teile ihres Kartenkontingents zurück. Damit waren die Festspiele das erste Mal in ihrer Geschichte nicht ausverkauft. Bei Ticketpreisen von bis zu 500 Euro plus Anreise und Übernachtungskosten nicht verwunderlich.
Selbst den Klimaaktivisten der Letzten Generation war das Wetter zu schlecht. Ihr Protest beschränkte sich auf zwei Spruchbänder. „Die Erde brennt, das Publikum klatscht“ war auf einem zu lesen. Wie gut, dass in Bayreuth für heute keine Brandgefahr mehr besteht.

Ein Protestbanner der Letzten Generation auf der Zufahrt zum Festspielhaus.
Ute Oelker
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