Feuerwehrfrauen in Steyregg bedrängt: Asylbewerber leben in Hotel und lösen Dauer-Alarm aus
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Seit Weihnachten muss die Feuerwehr im österreichischen Steyregg täglich an denselben Ort ausrücken: Ein Hotel, in dem Asylbewerber untergebracht sind. Sie lösen den Alarm aus, es brennen Container, Einsatzkräfte werden bedrängt oder mit Christbaumkugeln beworfen.
Auch am Donnerstag musste die Feuerwehr in Steyregg zum „CoHotel“ ausrücken, wo derzeit rund 50 Asylbewerber untergebracht sind – nicht der erste Einsatz in den vergangenen Tagen. Diesmal jedoch ging es glimpflich aus: „An der Einsatzadresse stellte sich schnell heraus, dass abermals ein Druckknopfmelder mutwillig betätigt worden war“, erklärte die Freiwillige Feuerwehr Steyregg.

Ein Container brennt vor der Unterkunft.
Tags zuvor war die Einsatzlage noch deutlich bedrohlicher: Als die Feuerwehrleute am 27. Dezember ausdrückten, stand ein Abfallcontainer vor der Unterkunft in Flammen. „Die Bewohner der Asylunterkunft tanzten um den Brandherd und verhinderten der Feuerwehr eine ungehinderte Zufahrt zum Brandherd“, hieß es in einer Pressemitteillung. „Aufgrund dieser Umstände und dass die Asylanten stark herumgröhlten und die Feuerwehrkräfte bedrängten sowie auch zu attackieren begangen, wurde über die Landeswarnzentrale der Feuerwehr die Polizei als Unterstützung angefordert.“ Weibliche Einsatzkräfte hätten in Sicherheit gebracht werden müssen.
Polizei sieht keine größere Bedrohungslage
Seltsamerweise widerspricht die Polizei den Vorwürfen in ihrem Einsatzbericht. Die Feuerwehr sei nicht behindert worden und habe umgehend Löschmaßnahmen durchführen können, erklärte die Polizei. Jedoch seien einige Asylwerber zwischen den Feuerwehrfahrzeugen herumgelaufen und hätten sich in unmittelbarer Nähe zu den Feuerwehrleuten aufgehalten. Deshalb sei die Anzeige erstattet worden.
„Ich war der erste Eintreffende. Warum soll ich lügen?“, wunderte sich nun Feuerwehr-Einsatzleiter Rudolf Breuer in der Kronen-Zeitung. „Natürlich haben wir zu löschen begonnen, es war aber kein reibungsloser Ablauf möglich.“ Am 26. Dezember seien die Einsatzkräfte sogar mit Christbaumkugeln beworfen worden, so Breuer. Mittlerweile hat die Polizei Aufarbeitung angekündigt und will erneut das Gespräch mit der Feuerwehr suchen.

Polizei und Feuerwehr besprechen sich während des Einsatzes.
Ein Krisengipfel soll Abhilfe schaffen
„Das ist doch vollkommen irre!“, beschwerte sich unterdessen FPÖ-Obmann Herbert Kickl auf Facebook. „Weit haben wir es gebracht: Weibliche Mitglieder der Feuerwehren wurden im Einsatz von Asylwerbern massiv bedrängt. Sogar die Polizei musste ausrücken, um die Einsatzkräfte zu beschützen. Geht‘s eigentlich noch? Solche Herrschaften haben bei uns definitiv keinen Platz und sollten schleunigst unser Land verlassen müssen.”
Bürgermeister Gerhard Hintringer (SPÖ) kündigte nun für den 11. Januar einen Krisengipfel an. Die Ermittlungen zu Schaden und Brandursache laufen noch immer. 15 junge Asylbewerber wurden von der Bundesbetreuungsagentur kurzfristig in andere Unterkünfte verlegt.
Redaktion
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