FIFA-Nachfolger: Erzieherisch, realitätsfern und woke!
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Jedes Jahr im September erwarten Gamer aus aller Welt einen neuen Klassiker aus dem Hause des Videospielentwicklers Electronic Arts Canada (EA). Neben diversen Sportspielen wie NHL (Eishockey-Simulationsspiel), NBA (Basketball-Simulationsspiel) und NFL (Football-Simulationsspiel), die jedes Jahr aufs Neue Millionen von Gamern begeistern, glänzt die EA auch mit anderen Qualitätstiteln wie SIMS, Star Wars, Battlefield und vielen mehr. Der Nachfolger von FIFA heißt jetzt FC24 und bringt nicht nur einen neuen Namen mit.
The World's Game!
Der wohl ewige Verkaufsschlager von Electronic Arts zieht nun andere Seiten auf. Der Nachfolger vom allgegenwärtigen Kinderzimmerklassiker heißt nicht mehr FIFA, sondern FC 24. Aber nicht nur der Name ist anders. Auch der beliebteste Spielmodus „FIFA Ultimate Team“ (Abkürzung FUT) steht Kopf.
Kurze Erklärung des populären Spielmodus: Der Ultimate Team Modus in FIFA ermöglicht es, ein eigenes Team aus Spielern aus der ganzen Fußballwelt zusammenzustellen. Die Zocker sammeln Spielerkarten, verbessern ihre Teamchemie und treten gegen andere Spieler online oder offline an, um Belohnungen zu erhalten und das Team zu optimieren. Der Transfermarkt ermöglicht es, Spielerkarten zu kaufen und zu verkaufen, um das Team weiter zu verbessern.
Der meistgespielteste Spielmodus „FUT“ verfällt nun dem Woke-Wahn. Künftig wird es möglich sein, Frauen und Männer in einem Team zu mischen. Das bedeutet durchaus auch, dass der Starstürmer Erling Haaland von einer Frau gedeckt werden kann. Wer Haaland schon mal im TV oder gar im Stadion bewundern durfte, weiß ziemlich genau, dass selbst gleich große und gleich stämmige Männer es kaum schaffen, diesen gefährlichen Stürmer zu decken. Mit 1,94 Meter Körpergröße und einem Körpergewicht von 88 Kilogramm sind auch Top-Verteidiger wie etwa Nationalspieler Kevin Schlotterbeck überfordert. Man stelle sich eine Frau in dieser Situation vor.

Der norwegische Star-Stürmer Erling Haaland (23) bei einer Veranstaltung des FIFA Gaming Nachfolgers FC 24.
„Ultimativ bedeutet für alle!“
Der Spiele-Entwickler begründet diesen Schritt selbst auf seiner Webseite: „Der Frauenfußball kommt zu Ultimate Team™ – die größte Anzahl an hochkarätigen Spielerinnen, die jemals in einem Jahr hinzugefügt wurde, mit sechs neuen Ligen und vielen neuen Möglichkeiten zur Teamzusammenstellung, während du deine Traum-Elf zusammenstellst. Außerdem gibt es neue ICONs und Heldinnen, Pionierinnen des Frauenfußballs, die du in deinen Verein aufnehmen und um die du dein Team aufbauen kannst.“
Kindheitsträume zerplatzen
Wer schon mal gesehen hat, wie sich Gamer freuen können, wenn sie ihr Idol in ihrem Lieblingsspiel ziehen, der möge sich mal das Gesicht dieser Menschen vorstellen, wenn sie eine Fußballerin ziehen, die sie zuvor noch nie gesehen haben. Diese Neuerungen sind nichts anderes als Realitätsverweigerung. Ja, Gleichbehandlung ist wichtig. Aber das ausschließliche Suggerieren einer sportlichen Leistungsgleichheit, die es in der Realität nicht gibt, dient der Sache nicht.

(Screenshot aus dem Offiziellen Trailer zum Spiel) Spielerlegende Luis Figo (50) wird für die Amerikanische Kickerin Mia Hamm (51) ausgewechselt.
Der progressive Vorstoß der Spiele-Entwickler aus Kanada, bringt Politik und Fussball erneut unfreiwillig auf Kuschelkurs. Wir erinnern uns ungern an die Weltmeisterschaft 2022 in Katar und die lästigen politischen Botschaften auf, über und neben dem Rasen: sei es der peinliche Auftritt von Innenministerin Faeser, die One-Love-Binde oder die Mund-zu-Geste vor dem Anpfiff. Wieso kann Fußball nicht einfach Fußball bleiben?
Marc Sierzputowski
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