Fit sein ist rechts und schwach sein ist links – oder?
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- In einem Artikel vom US-Fernsehsender MSNBC wird behauptet, dass Sport rechts sei.
- Rechte Sportler schließen sich angeblich in Sportvereinen zusammen.
- Linke bezeichnen Sporttrend als Obsession mit dem männlichen Körper
Linke haben absurde Ideen – das ist nichts neues, doch was MSNBC-Kolumnistin Cynthia Miller-Idriss von sich gegeben hat, zieht dem Jogger die Laufschuhe aus.
In einem kürzlich veröffentlichten Artikel behauptet die Kolumnistin, dass rechtsextreme Gruppen die Fitness-Trends während der Pandemie genutzt haben, um ihre Radikalisierung in den Bereichen Mixed Martial Arts (MMA) und Kampfsport zu erweitern. Der Artikel stellt dar, wie neue Mitglieder zunächst mit Gesundheitstipps angelockt und später in geschlossene Chat-Gruppen eingeladen werden, in denen extremistische Inhalte geteilt werden.
Die Autorin geht auf Hitlers Vorliebe für Boxen und Ju-Jutsu ein, nutzt einen Bizeps auf einem Hitlergruß-Hintergund als eindeutige Symbolik und begründet den Sporttrend unter den Rechten mit einer Obsession mit dem männlichen Körper.
Das gewählte Banner zum Artikel suggeriert eine direkte Verbindung zwischen Sport und Nationalsozialismus.
Doch wenn Stärke und Fitness rechts sind, bedeutet das, dass Linke auf Sport verzichten sollten und ihre Schwäche als Attribut annehmen müssen?
Natürlich sieht man zwischen den modernen Linken eine Menge Akteure, welchen ein Proteinshake gepaart mit einem ordentlichen Krafttraining gut tun würde, doch zeigt die Geschichte der linken Bewegung, dass jene Genossen am "erfolgreichsten" waren, welche sich körperlich betätigt haben. Zumal es genug linke Kampfsportvereine gibt und auch Kraftsport in gewissen Kreisen der linken Bewegung, außerhalb des wohlstandverwahrlosten linksliberalen Diskurses, absolut Tradition hat.
Wenn man Sport politisieren möchte, kann man jenen auch als Stählung des proletarischen Körpers im Klassenkampf gegen die Bourgeoisie ansehen oder die Vorbereitung auf die faire körperliche Arbeit idealistisch in der „befreiten Gesellschaft“ – historisch im Arbeitslager.
Ein sowjetischer Turner am Barren
Die Hantel in die Hand zu nehmen und Sport zu treiben, ist ein wirksames Mittel, um Stress abzubauen, die Gesundheit zu verbessern und ein Gefühl der Selbstwirksamkeit zu fördern, unabhängig von der politischen Ausrichtung. Das gilt für die politische Recht, genau wie für bürgerliche Demokraten, als auch für Linke jeglicher Coleur. Doch vielleicht passt die Wettkampf-Komponente fast jeder Sportart nicht zum egalitären Weltbild der linken Bewegung.
Es ist wichtig Sport und Fitness allgemein als das zu sehen, was sie sind: Werkzeuge zur Verbesserung unserer Gesundheit und unseres Wohlbefindens, und nicht als politische Werkzeuge.
Amir Makatov
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