Flugzeugabsturz in Kasachstan: 67 Menschen an Bord – 29 Überlebende
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Beim Absturz eines Passagierflugzeugs des Typs Embraer 190 in Kasachstan sind 38 Menschen ums Leben gekommen. 29 Insassen überlebten, teils mit schweren Verletzungen. Dies bestätigte Kasachstans Vize-Regierungschef Qanat Aldabergenuly Bosymbajew gegenüber der Agentur Tengrinews am Unglücksort nahe Aktau. Eine staatliche Untersuchungskommission hat bereits Ermittlungen aufgenommen.
Das Flugzeug war am Morgen in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, gestartet und sollte ursprünglich Grosny in der russischen Teilrepublik Tschetschenien erreichen. Aufgrund schlechter Wetterbedingungen konnte die Maschine jedoch nicht wie geplant in Grosny landen und nahm Kurs auf einen Ausweichflughafen in Aktau, so Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev. Dennoch scheiterte die Landung, und die Maschine stürzte aus niedriger Höhe an der Küste des Kaspischen Meeres ab, ohne den Flughafen zu erreichen.
Videos zeigen die dramatischen Momente des Absturzes: Die Maschine war offenbar kaum noch steuerbar. In einem von Tengrinews veröffentlichten Video aus der Kabine sind heruntergefallene Sauerstoffmasken, aufgeregte Rufe der Passagiere und ein Mann zu sehen, der wiederholt „Allahu Akbar“ ruft.
Ursache weiterhin unklar
Die genauen Gründe für den Absturz sind bisher nicht bekannt. „Die Sache muss gründlich aufgeklärt werden“, betonte Präsident Aliyev. Während Azerbaijan Airlines zunächst eine Kollision mit einem Vogelschwarm als mögliche Ursache angab, brachten russische Militärblogger eine alternative Theorie ins Spiel: Das Flugzeug könnte in Gebiete geraten sein, in denen am Morgen ukrainische Drohnen bekämpft wurden. Im Internet kursieren Video, die Einschusslöcher am Flugzeugwrack zeigen sollen.
⚡️We’ve received another video from the crash site of the AZAL plane. We’ll leave the conclusions to our viewers, but to put it mildly, this doesn’t seem like it was caused by birds… We await the results of the investigation.#Caliber #plane #Azerbaijan #Kazakhstan #Baku pic.twitter.com/eb5wNoJEs1
— Caliber English (@CaliberEnglish) December 25, 2024
Analysen des Flugzeugtrackers Flightradar24 ergaben, dass die Maschine in den letzten 74 Minuten vor dem Absturz nur eingeschränkt steuerbar war.

Rettungskräfte am Unfallort
Überlebende im hinteren Teil der Maschine
Beim Aufprall ging das Flugzeug in Flammen auf. Fotos und Videos aus sozialen Netzwerken zeigen, dass das Heck der Maschine weniger stark beschädigt wurde, während Bug und Mittelteil zerstört wurden. Aus dem hinteren Teil konnten Überlebende gerettet werden, darunter auch zwei Kinder.
Die regionale Verwaltung von Mangistau veröffentlichte eine Liste der Verletzten, auf der die Namen eines elfjährigen Mädchens, das in Deutschland lebt, sowie von Passagieren aus Aserbaidschan, Russland und Kirgistan aufgeführt wurden. Azerbaijan Airlines stellte daraufhin ihre Flüge in die russischen Städte Grosny und Machatschkala ein.
Am Abend veröffentlichte die Agentur Tengrinews eine vollständige Passagierliste, die die Nationalitäten fast aller Insassen enthielt. Bei einer Frau fehlten Angaben zur Person, während das elfjährige Mädchen als deutsche Staatsbürgerin aufgeführt wurde.
Redaktion
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