Gericht urteilt: Grünen-Transfrau darf Feministin nicht als „Terf“ beleidigen
Das Münchner Landesgericht hat gegen den Grünen-Politiker Renée Maike Pfuderer ein Urteil erlassen: Er darf die Feministin Inge Bell nicht mehr als „Terf“ beleidigen und sie in die rechte Ecke stellen.
Renée Maike Pfuderer ist eine Transfrau, Grünen-Mitglied und saß über neun Jahre lang im Bezirksberiat in Stuttgart-Mitte. Auf Social Media teilt die LGBTQ-Aktivistin schon seit längerem gegen Andersdenkende aus – und das häufig unter der Gürtellinie.
So beschimpft er kritische Frauen immer wieder als „faschistoid“, „Nazi“ oder „islamophob“. Einmal postete Pfuderer eine Kachel auf Instagram, die zum Mord von „Terfs“ aufruft. Dort ist eine ein Sensenmann zu sehen, dazu der Satz: „So viele Terfs und nur eine Sense.“ Der Post war mit dem Hashtag #terfbuster, also „Terf-Jäger“ versehen. Das Wort „Terf“ („Trans Ausschießende Radikal Feministin“) wird von Trans-Aktivisten als Schimpfwort gegen kritische Frauen verwendet.
Pfuderer unterstellte Inge Bell eine Nähe zur AfD-Angeordneten Beatrix von Storch und behauptete, dass sie zusammen mit Boris Palmer gegen den Islam gehetzt habe und bezeichnete sie als „Terf“. Das ließ sich die Feministin nicht gefallen und ging gegen den Grünen-Politiker gerichtlich vor. Mit Erfolg. Das Landgericht München entschied jetzt, dass Pfuderer alle drei Äußerungen untersagt sind.
Inge Bell sagt dazu: „Vertreter aus der militant-aggressiven Transaktivisten-Szene führen seit Jahren mit Beleidigungen und Falschbehauptungen Krieg gegen Feministinnen. Das hat System. Sie wollen sie dadurch zum Schweigen bringen. Es ist richtig und wichtig, dass dem nun auch Gerichte Einhalt gebieten. Trans-Sein ist kein Freibrief für Frauenhass."
Redaktion
Judith Sevinç Basad
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