Grüne Woche: Esst Würstchen, solange ihr noch könnt!
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Rind, Esel, Muli, Pferde, Schaf, Ziegen – die Grüne Woche ist die größte Schau der Tiere, die wir in Deutschland kennen.
Welch ein Hohn: Der Mann, der als Ernährungsminister indirekt oberster Chef der Super-Tier-Show ist, erlaubt Fleischessen nur mit Sondererlaubnis. Vegetarier Özdemir hatte im Sommer angeordnet, dass die Verpflegung in seinem Haus grundsätzlich vegetarisch sein sollte, wie das Presseforum „agrar heute“ berichtet. Es ist derselbe Minister, der Ende 2022 gesagt hatte: „Ich möchte den Leuten nicht vorschreiben, was sie essen sollen.“

Cem Özdemir besucht einen Schweinehaltungsbetrieb in Bergen.
Bislang habe es auf die vegetarischen Speisen nur „positive Rückmeldungen“ gegeben, behauptet der agrarpolitische Sprecher des Landwirtschaftsministeriums. Ernährungspolitiker Albert Stegemann (CDU) kontert, Özdemir setze schon seine eigene Verbotspolitik um: „Auswählen und selbst entscheiden ist nicht erlaubt. Dafür hat der Minister sogar seine eigene interne Anweisung eines kompletten Fleischverbots herausgegeben.“
Ernährung als Belehrung, nein danke
Tatsächlich wirft Özdemir den Deutschen vor, zu viel Fleisch zu essen. Das Ziel der „Ernährungsstrategie“ der Bundesregierung bestehe darin, „einen Beitrag zur Transformation des Ernährungssystems zu leisten“. Nötig sei dies, weil zu fettig, salzig und süß gegessen werde. Wer weniger Fleisch esse, so der Minister, lebe gesünder, helfe dem Klima und der weltweiten Ernährungssituation.

Rügenwalder Mühle produziert seinen Bestseller „Schinkenspicker“ nur noch vegan.
Das sind sie wieder – die Belehrungsphantasien der Grünen. Es genügt nicht, der deutschen Bevölkerung etwas vorzuschreiben. Es muss schon das ganze Universum sein. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir: Lass mich in Ruhe, Herr Minister. Ich esse, was ich will. Und meine Freunde essen auch, was sie wollen.
Auf der Grünen Woche hat ein Verkäufer gerufen: „Esst Würstchen, solange ihr noch könnt!“ Es klingt lustig – aber ich finde, es ist irgendwie auch bitterernst. Gerade hat der Lebensmittelgigant Rügenwalder Mühle angekündigt, seinen Bestseller „Schinkenspicker“ nur noch vegetarisch herstellen zu wollen. Freie Marktwirtschaft oder vorauseilender Gehorsam? Ich befürchte: letzteres! Wir sollen ein Volk von Vegetariern werden.
Igitt! Ich will nicht.
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Louis Hagen
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