Hauptstadt der Gewalt: Zahl der Angriffe auf Polizisten und Feuerwehrkräfte explodiert
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In Deutschlands Hauptstadt nimmt nach neuester Polizei-Statistik nicht nur die Kriminalität zu – sondern auch die Gewalt gegen Polizisten, Feuerwehr- und Rettungskräfte. NIUS nennt die Details.
Am Mittwochmorgen wurde in Berlin die neue Polizeiliche Kriminalstatistik von 2023 vorgestellt (NIUS berichtete). Die Gewalt und Kriminalität nimmt in der Hauptstadt weiter zu. Auch der Anteil an nichtdeutschen Tatverdächtigen steigt auf 43,2 Prozent.
Was vor allem auch in der Hauptstadt steigt: die Angriffe auf Polizisten, Feuerwehr- und Rettungskräfte. Diese brisante Entwicklung lässt sich an den Opfer-Zahlen der Einsatzkräfte messen.
Angriffe auf Polizei steigen um 10 Prozent
So wurden innerhalb nur eines Jahres 9.603 Polizeivollzugskräfte Opfer einer Gewalttat – ein deutlicher Anstieg um 10 Prozent verglichen zum Vorjahr.
Im Jahr 2022 waren es 8.726 Opfer, 2019 noch 6.656. Im Vergleich zu 2019 stellt das ein Anstieg von 44,2 Prozent dar.

Angriffe auf Feuerwehr- und Rettungskräfte steigen um 22 Prozent an
Auch die Opfer-Anzahl der Feuerwehrkräfte und andere Rettungsdienste stieg auf 376 Opfer – ein großes Plus von 22,5 Prozent im Vergleich zu 2022.
Im Jahr 2022 lag die Opfer-Zahl bei 307 Fällen, 2019 noch bei 271. Im Vergleich zu 2019 ist also ein Anstieg von 38,7 Prozent zu verzeichen.

Krawalle in der Silvesternacht 2022
Diese neusten Zahlen lassen an die Silvesternacht im Jahr 2022 erinnern.
Denn: In der Nacht vom 31.12.2022 auf den 1.1.2023 kam es zu drastischen Krawallen auf den Straßen vieler Städte Deutschlands – darunter vor allem in der Hauptstadt Berlin. Polizei und Rettungskräfte wurden in dieser Neujahrsnacht in einer völlig neuen Dimension angegriffen. Der Feuerwehrchef Karsten Homrighausen sprach danach von der „ereignisreichsten Nacht des Jahres“. Sogar eine illegale Kugelbombe wurde auf ein prall besetztes Polizeiauto geschleudert – lebensgefährlich.
Besonders in Stadtvierteln mit einem größeren Anteil an Einwohnern mit Migrationshintergrund fanden auffällig viele Böllerwürfe und andere Angriffe auf Einsatzkräfte statt. So wurde zum Beispiel in Berlin-Neukölln ein Feuerlöscher auf einen Rettungswagen geworfen. Auch wurden Feuerwehrkräfte mit Vogelschreck-Munition beschossen. Um die 50 Täter feuerten mit Raketen auf die Einsatzkräfte in Neukölln.

Die Silvester-Krawallnacht 2022 entfachte eine Debatte um Integration und Migration.
Zudem zeigten zahlreiche Videos im Internet und Zeugenberichte von Einsatzkräften, dass viele Randalierer aus migrantischen Milieus kamen. Beispielsweise sah man in einem Video, wie neben einem Feuerwehrsprecher ein Vermummter den albanischen Doppeladler oder ein Berlin-Neuköllner Symbol („44“) zeigte – ein anderer brüllte: „Wir haben gewonnen“. Auch zog der Vermummte eine Schreckschusspistole, schoss mehrmals hintereinander in die Luft – das alles vor laufender Kamera.

Ein Randalierer warf in der Silvesternacht 2022/23 einen Feuerlöscher auf einen Krankenwagen.
Laut der Berliner Polizei fanden in der damaligen Silvesternacht 145 Festnahmen statt. Unter den Randalierern waren demnach 18 verschiedene Staatsangehörigkeiten vertreten, darunter 45 Deutsche, 21 Afghanen und 21 Syrer. Fast alle von ihnen waren Männer.
Zara Riffler
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