Im Flüchtlingsheim sprach er von „dreckigen Deutschen“: Neue erschreckende Details über den Mörder von Illerkirchberg
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Aktuell wird vor dem Landgericht in Ulm einem 27-jährigen Eritreer der Prozess gemacht, der im vergangenen Dezember in Illerkirchberg (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg) die 14-jährige Ece S. erstach.

Der Asylbewerber ist wegen Totschlags angeklagt. Wie die Schwäbische Zeitung berichtet, war der zweite Verhandlungstag besonders erkenntnisreich, wenn es um soziale Prägung, Motive und Hintergründe der Tat geht. Wir haben die fünf wichtigsten Erkenntnisse gesammelt:
- Ermittler legten Aufzeichnungen vor, auf die sie bei der Durchsuchung seines Zimmers in der Flüchtlingsunterkunft gestoßen waren. Darin finden sie Botschaften des Hasses gegen Deutsche, die „dreckig“ seien und die er mit Schweinen verglich.
- Dem Pass des Asylbewerbers kommt eine übergeordnete Rolle zu. So sollen der Angeklagte „PASSPORT“ in einem Block notiert haben. Den Pass braucht er dabei, wie sich am ersten Verhandlungstag zeigte, um nach Äthiopien zu reisen wollten. Die Ausländerbehörde wollte ihm diesen nicht aushändigen; um ihn doch zu erlangen, hatte er am Morgen des 5. Dezember 2022 ein Messer mitgekommen, um damit die Beamten einzuschüchten. „Die Leute beim Landratsamt haben mein Leben kaputt gemacht“, soll der Angeklagte einem Sachverständigen gesagt haben.
- Grund der Reisepläne nach Äthiopien: die Suche nach einer Frau. Dass er keine Frau hat, habe der Angeklagte dem Sachverständigen als „großes Problem“ in seinem Leben geschildert. Von Bekannten habe er zudem erfahren, dass sie nach Äthiopien gereist, dort verheiratet worden und mit neuer Gattin zurückgekehrt seien. Doch die Frau, eine Internetbekanntschaft, habe ihm bereits im vergangenen Sommer einen Korb gegeben, und sich nach einigen Jahren des Wartens einem anderen Mann zugewandt.
- Wenige Tage vor der Bluttat verlor der Angeklagte seien Job, der ihm bis zu 2.500 Euro eingebracht haben soll. Dass finanzielle Engpässe seine Verzweiflung verstärkt haben, erscheint angesichts der Tatsache, dass er regelmäßig Spielautomaten in Ulm und Prostituierte aufgesucht haben soll, als wahrscheinlich.
- Der Eritreer floh über Äthiopien, Sudan, Libyen, Italien und Meßkirchen in Deutschland nach Illerkirchberg. Die Gemeinde im Alb-Donau-Kreis konnte er nicht leiden, weil diese ihm wenig geboten habe und dort nur alte Leute lebten. Die Lebenskrise – Einsamkeit, Spielsucht, Erektionsstörungen – müssen den Verdruss verstärkt haben.
Jan Karon
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