Jetzt auch noch in Thüringen: Anteil von ausländischen Tatverdächtigen klettert auf 27 Prozent
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Wieder wurde eine neue Kriminal-Statistik veröffentlicht – diesmal im Freistaat Thüringen. Und wieder lässt sich auch dort ein Wachstum der Ausländer-Kriminalität beobachten. Der Anteil von Tatverdächtigen ohne deutschen Pass springt nun auf 27 Prozent. 35 Prozent der Ladendiebe waren im Jahr 2023 nicht deutsch. Dabei haben in Thüringen nur etwa 7,6 Prozent der Einwohner keinen deutschen Pass.
Am Montagmittag stellte der Innenminister von Thüringen, Georg Maier (SPD), zusammen mit dem Präsidenten des Landeskriminalamtes, Jens Kehr, den neuen Statistik-Bericht des Jahres 2023 vor.
Die Zahlen: klettern weiter in die Höhe. Insgesamt wurden 150.457 Straftaten festgestellt – das entspricht einem Anstieg von mehr als zehn Prozent im Vergleich zum Jahr 2022. Zudem wurden 57.253 Tatverdächtige ermittelt.
Der Anteil an ermittelten Tatverdächtigen ohne deutschen Pass beträgt insgesamt rund 23 Prozent – im Jahr 2022 lag dieser noch bei 19 Prozent, 2021 bei 17. Mit Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht wie der illegalen Einreise einberechnet, klettert der Anteil ausländischer Tatverdächtiger auf 27,5 Prozent (15.610 Personen) hoch. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 22,8 Prozent.
Pikant: Innenminister Maier betonte während der Pressekonferenz in seinem Ministerium: „Wir folgen damit einem bundesweiten Trend“
Denn Hintergrund ist: In den letzten Wochen hatten die meisten Bundesländer ihre Kriminalitäts-Statistiken des Jahres 2023 veröffentlicht. Insgesamt geht aus den Berichten deutlich hervor, dass in Deutschland bundesweit der Anteil an ausländischen Tätern überproportional und rasch steigt. Am Dienstagvormittag, den 9. April, wird Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) die Bundes-PKS von 2023 veröffentlichten.

Thüringens Innenminister Georg Maier (l., SPD) und der Chef des Landeskriminalamt Jens Kehr stellten Montagmittag die neue Polizei-Statistik vor.
Ende 2022 waren 7,6 Prozent der in Thüringen gemeldeten Bevölkerung Ausländer (rund 161.000 Personen).
„Keine erfreuliche Entwicklung“
„Wir haben eine deutliche Steigerung zu verzeichnen bei den Eigentumsdelikten“, erklärte Thüringens Innenminister. Darunter vor allem Wohnungseinbrüche und Ladendiebstähle.
So stiegen die Diebstahlfälle auf 39.893 (+19 Prozent) mit 10.772 Tatverdächtigen. Davon hatten 3271 Personen keinen deutschen Pass. Der Anteil an nichtdeutschen Tatverdächtigen liegt bei Diebstahlfällen mehr als 30 Prozent.
In Thüringen fanden 2219 Diebstähle aus Wohnungen im Jahr 2023 statt. Von 768 Tatverdächtigen waren 144 nichtdeutsch, was einem Anteil von rund 19 Prozent entspricht. Mehr als die Hälfte aller 768 Verdächtigen waren wohnhaft in der Tatortgemeinde.
Innen-Chef Maier sagte: „Es gibt mehr Straftaten. Es gibt mehr Tatverdächtige. Schon allein das ist unerfreulich. Aber: wir haben bei den nichtdeutschen Straftaten einen deutlichen Anstieg zu verzeichnen.“
Selbst wenn die Zahlen an Verstöße gegen das Ausländerrecht nicht mit einberechnet werden, „dann ist es immer noch so, dass diese Zahl der Tatverdächtigen nichtdeutscher Herkunft um 20 Prozent angestiegen ist – das ist keine erfreuliche Entwicklung“, so der SPD-Innenminister weiter.

Im Jahr 2023 wurden bundesweit bundesweit 127 549 illegale Einreisen festgestellt.
35 Prozent der Ladendiebe waren nicht deutsch
Besonders bei den Ladendiebstählen zeichnet sich in dem Land Thüringen ein Plus von 32 Prozent ab im Vergleich zum Vorjahr 2022. So wurden 2023 insgesamt 9444 Fälle erfasst – das sind 2280 Ladendieb-Fälle mehr als im Vorjahr.
Auffällig: Im Vergleich zu 2022 ist der Anteil der ermittelten nichtdeutschen Tatverdächtigen bei Diebstählen stark gestiegen. Lag dieser 2022 noch bei 30 Prozent, kletterte er 2023 auf 36 Prozent.
Bei den 3294 Diebstählen aus Autos wurden 308 Personen ermittelt, von den 86 keine deutsche Staatsbürgerschaft besaßen – damit haben die nichtdeutschen Tatverdächtigen einen Anteil in diesem Deliktbereich von 27 Prozent.
Bei Gewalttaten haben Ausländer einen Anteil von 30 Prozent
Auch Körperverletzungen steigen in Thüringen auf 16.230 Fälle (+9 Prozent) und 12.284 Tatverdächtigen. Nichtdeutsche Tatverdächtige haben einen Anteil von 24 Prozent mit 2929 Personen.
Die Gewaltkriminalität insgesamt steigt um 11 Prozent. 2023 wurden 4440 Fälle registriert und 4096 Personen ermittelt. Darunter waren 1263 nicht deutsch, was einem Anteil von rund 31 Prozent entspricht.
Brisant: Auch in dem Bereich gefährliche und schwere Körperverletzung sowie Verstümmelung weiblicher Genitalien steigen um acht Prozent die Fälle. Insgesamt wurden 3543 Deliktsfälle erfasst und 3479 Verdächtige festgestellt. Davon hatten 1046 keinen deutschen Pass. Somit beträgt der Ausländer-Anteil hier knapp 30 Prozent.

Stellt am Dienstag (9. April) die Polizeiliche Kriminalstatistik von ganz Deutschland vor: Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD).
Einen enormen Anstieg erfolgt bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Im Jahr 2023 ist mit 3207 Fällen erneut das HÖCHSTE Straftaten-Aufkommen dieser Deliktgruppe seit Beginn der PKS-Erfassung in Thüringen festzustellen. Das ist ein Plus von 15 Prozent (2022: 2784 Fälle). Von 2242 Tatverdächtigen waren 370 nicht deutsch – bei diesen Delikten haben also Ausländer einen Anteil von 17 Prozent.
Als nichtdeutsche Tatverdächtige werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik Personen definiert, die eine ausländischer Staatsangehörigkeit haben oder dessen Staatsangehörigkeit ungeklärt ist. Personen, die neben dem deutschen Pass eine weitere Staatsangehörigkeit besitzen, zählen seit 2008 als Deutsche.
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Zara Riffler
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