Joe Biden tritt nicht zur Wahl an: Jetzt soll seine Vize Kamala Harris kandidieren
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Joe Biden steigt aus dem Rennen um das Amt des US-Präsidenten aus!
Der 81-Jährige wird nicht für die Demokraten gegen Herausforderer Donald Trump zur Wahl am 5. November antreten. Das teilte der amtierende US-Präsident am Sonntag in einem Brief mit, den er auf X veröffentlichte. Trotzdem will er weiter sein derzeitiges Amt ausüben. Als Kandidatin schlägt er nun Vizepräsidentin Kamala Harris vor. Während Hillary und Bill Clinton die Kandidatur unterstützen, gibt sich Ex-Präsident Barack Obama zurückhaltend.
Vizepräsidentin Kamala Harris hat unterdessen ihre Kandidatur für die Demokraten auch offiziell angekündigt. „Ich fühle mich geehrt, die Unterstützung des Präsidenten zu haben, und meine Absicht ist es, diese Nominierung zu verdienen und zu gewinnen“, sagte Harris in einer Erklärung. Sie werde alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Demokratische Partei zu vereinen und Trump zu besiegen.
„Es war die größte Ehre meines Lebens, als Ihr Präsident zu dienen“, hatte Biden in seinem Abschiedsbrief geschrieben. „Und obwohl es meine Absicht war, mich um eine Wiederwahl zu bemühen, glaube ich, dass es im besten Interesse meiner Partei und des Landes ist, wenn ich zurücktrete und mich für den Rest meiner Amtszeit ausschließlich auf die Erfüllung meiner Pflichten als Präsident konzentriere.“

Joe Biden schlägt seine Vizepräsidentin als Herausforderin für Trump vor.
Biden spricht sich für Kamala Harris aus
Er werde im Laufe dieser Woche ausführlicher über seine Entscheidung sprechen. „Bis dahin möchte ich all jenen, die sich so sehr für meine Wiederwahl eingesetzt haben, meinen tiefsten Dank aussprechen. Ich möchte Vizepräsidentin Kamala Harris dafür danken, dass sie bei all dieser Arbeit ein außergewöhnlicher Partner war. Und lassen Sie mich dem amerikanischen Volk meine aufrichtige Anerkennung für das Vertrauen aussprechen, das Sie in mich gesetzt haben.“
Biden erklärte, dass nun Kamala Harris die Kandidatin der Partei sein müsste. „Demokraten – es ist Zeit, zusammenzuhalten und Trump zu besiegen. Lasst es uns tun“, so der 81-Jährige in einem weiteren Post auf X. Nachdem Biden seine Unterstützung für Vizepräsidentin Kamala Harris als Ersatzkandidatin verkündete, erklärte auch ein hochrangiger demokratischer Funktionär gegenüber CNN, dass er glaube, weitere Parteigrößen würden diesem Beispiel folgen. Die Demokraten wollen, „diesen Moment nutzen können, um die Partei zusammenzubringen“.
Auch Donald Trump meldete sich bei CNN per Telefon zu Wort: „Er ist der schlechteste Präsident in der Geschichte unseres Landes. Er geht als der mit Abstand schlechteste Präsident in der Geschichte unseres Landes in die Geschichte ein“, erklärte er. Vizepräsidentin Kamela Harris werde bei den Wahlen im November leichter zu besiegen sein als Biden, ist sich Herausforderer Trump sicher.
Republikaner fordern Rücktritt
Zahlreiche Politiker der Republikanischen Partei kritisierten, dass mit der Entscheidung die Stimmen von mehr als 14 Millionen US-Amerikanern, die Joe Biden zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten gewählt hatten, für ungültig erklärt wurden. Die selbsternannte „Partei der Demokratie“ beweise damit das genau Gegenteil.
Zugleich forderte Mike Johnson (Republikanische Partei), Sprecher des US-Repräsentantenhauses: „Wenn Joe Biden nicht geeignet ist, als Präsident zu kandidieren, ist er nicht geeignet, das Amt des Präsidenten zu führen. Er muss sein Amt sofort niederlegen. Der 5. November kann nicht früh genug kommen.“
Auch Ex-Präsident Bill Clinton und seine Frau Hillary sprachen sich in einem Statement für Kamala Harris als Kandidatin aus. Die Zukunft Amerikas hänge von ihrer Wahl ab. Eine zweite Amtszeit Trumps müsse mit allen Mitteln verhindert werden.
Obama erwähnt Harris nicht
Am Abend meldete sich auch der ehemalige Präsident Barack Obama zu Wort, ohne jedoch Kamala Harris zu erwähnen: „Joe Biden ist einer der bedeutendsten Präsidenten Amerikas und ein guter Freund und Partner für mich. Heute wurden wir auch – wieder einmal – daran erinnert, dass er ein Patriot von höchstem Rang ist“, teilte er mit.

Obama sitzt neben Biden.
Für Biden sei es „sicherlich eine der schwierigsten Entscheidungen seines Lebens, die politische Landschaft zu betrachten und zu entscheiden, dass er die Fackel an einen neuen Kandidaten weitergeben sollte“. Aber Obama wisse, „dass er diese Entscheidung nicht treffen würde, wenn er nicht glauben würde, dass es das Richtige für Amerika ist“.
Der 62-Jährige ergänzte: „Ich bin außerordentlich zuversichtlich, dass die Führer unserer Partei in der Lage sein werden, einen Prozess in Gang zu setzen, aus dem ein hervorragender Kandidat hervorgeht. Ich glaube, dass Joe Bidens Vision eines großzügigen, wohlhabenden und geeinten Amerikas, das jedem eine Chance bietet, auf dem Parteitag der Demokraten im August voll zur Geltung kommen wird.“
Bundeskanzler Olaf Scholz dankte Biden für die gute Zusammenarbeit: „Mein Freund Joe Biden hat viel erreicht: für sein Land, für Europa, die Welt. Dank ihm ist die transatlantische Zusammenarbeit eng, die NATO stark, die USA ein guter und verlässlicher Partner für uns. Sein Entschluss, nicht noch einmal zu kandidieren, verdient Anerkennung.“
Redaktion
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