Kind „schwer verletzt“ durch Polizei-Gewalt: TikTok-Star verbreitet gefährliches Gerücht zu Berliner Palästina-Demos
Ein Beitrag von
- Pro-palästinensische Demonstranten liefern sich Straßenkämpfe mit der Polizei. Im Berliner Stadtteil Neukölln flogen heute Nacht Steine und Flaschen, Autos und Mülltonnen brannten.
- In den Sozialen Medien kursieren Gerüchte über ein vermeintliches Todesopfer bei den Ausschreitungen.
- Die Polizei dementiert und sagt auf X: „Das ist ein Fake“.
Im Berliner Stadtteil Neukölln herrscht seit zwei Nächten Ausnahmezustand. Arabische Israel-Hasser und die Berliner Polizei lieferten sich auch in der Nacht zu Donnerstag auf der Berliner Sonnenallee stundenlang Straßenkämpfe. Dabei wurden Mülleimer und Autos angezündet, Polizisten wurden verletzt.
Totes Kind durch Polizei-Gewalt?
Die Polizei Berlin teilt auf NIUS-Nachfrage mit, dass es allein in der Nacht zu Donnerstag 174 Festnahmen sowie 65 eröffnete Strafermittlungsverfahren gab. Bei den Einsätzen im Stadtteil Neukölln wurden 65 Polizeikräfte verletzt, ein Beamter konnte seinen Dienst nicht fortsetzen.
NIUS war vor Ort und hat die Ausschreitungen in Berlin-Neukölln dokumentiert:
Seit heute Nacht kursieren zudem Videos auf Tiktok, in denen behauptet wird, dass ein Junge von der Berliner Polizei angegriffen wurde und aktuell in Lebensgefahr schwebe oder sogar bereits tot sei. Auf NIUS-Anfrage dementiert die Polizei in Berlin die Vorwürfe. Woher die Videos stammen, ist noch unbekannt.
Gerüchte über totes Kind können gefährlich werden
Solcherlei Falschinformationen über Tiktok könnten sich als sehr gefährlich erweisen, weil sie die bereits angespannte Stimmung noch weiter befeuern. Der TikToker @aggressionsprobleme hat mehr als 600.000 Follower und seine Videos erreichen teilweise Millionen von Aufrufe.
Heute Nacht teilte er ein Video auf TikTok, in dem er behauptet, dass der vermeintliche Junge von der Polizei angegriffen wurde und in Lebensgefahr schwebe. Scheinbar betroffen spricht der Mann in die Kamera: „Viele sagen, dass er garnicht überlebt hat und mittlerweile schon tot ist“. Allein mit diesem Video erreichte er knapp 300.000 Aufrufe und über 30.000 Likes in nicht mal 12 Stunden.
Die Polizei Berlin erklärt dazu nun auch öffentlich auf X, dass die Geschichte nicht wahr ist:
Marc Sierzputowski
Artikel teilen
Kommentare