Kosten steigen und steigen: Immer mehr Deutsche können sich kein Eis mehr leisten
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Eis-Schock in Deutschland! Die große Mehrheit kann oder will sich angesichts der steigenden Preise kein Eis mehr leisten wie bisher.
Dass 2 Euro pro Kugel über die Theke wandern, ist längst keine Seltenheit mehr, in vielen Fällen liegt der Preis sogar noch höher. Die Hälfte der Menschen in Deutschland will deswegen nach eigener Aussage mindestens „etwas weniger“ Eis essen als im vorigen Jahr – ein Viertel sogar „viel weniger“.
Das heißt: Etwa 75 Prozent der Befragten müssen oder wollen beim Eis sparen. Ausgerechnet beim Eis, das zum Sommer gehört wie die Sonne – erst recht für Kinder.
Das hat eine Umfrage des Kochbox-Lieferanten „Hello Fresh“ ergeben. Nur ein Viertel der Befragten schränkt den Eiskonsum nicht ein.

In der repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Appinio im Auftrag von „Hello Fresh“ wurden im Juni 2023 1000 Menschen aus Deutschland online zu ihren Eis-Vorlieben befragt.
Die gestiegenen Kosten für Rohstoffe, Energie, Verpackungs- und Logistikkosten sind laut Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) für den Anstieg der Verbraucherpreise verantwortlich.

Die Produktion von Eis ist energieaufwändig.
So benötigt man für die Herstellung von Eis verschiedene Zutaten wie Milch, Sahne, Zucker und Aromen, deren Preise in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes sind die Preise für Zucker seit 2020 um insgesamt 80,1 Prozent gestiegen, während bei Milchprodukten ein Anstieg von 47,4 Prozent verzeichnet wurde. Besonders diese beiden Zutaten haben erheblich zu den steigenden Kosten in der Eisproduktion beigetragen.
Steigende Energiekosten machen das Eis teuer
Die Herstellung von Eis erfordert außerdem viele Energie, sei es für die Kühlung, Verarbeitung oder Lagerung. Steigende Energiepreise wirken sich ebenfalls auf die Kosten für die Eisproduktion aus, ebenso die steigenden Kosten für Treibstoffe und Transport.
Die Anzahl der Eisdielen in der Bundesrepublik ist seit Jahren ist ebenfalls rückläufig, nur noch etwa 5000 sind aktuell in Betrieb. Und auch ihre Zukunft ist wohl ungewiss.
Der einfache wie dramatische Grund für die Entwicklung dafür lässt sich unter dem Begriff „Inflation“ subsumieren: Rohstoffe für die Produktion werden teurer und teurer, demensprechend steigt auch der Preis, den Eisdiele und damit auch Konsumenten bezahlen müssen.
Janina Lionello
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