Krankenhaus Elisabethenstift Darmstadt: „Wer sich für die AfD einsetzt, muss gehen“
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Der evangelische Sozialverband ist einer der größten Arbeitgeber Deutschlands. Zu diesem Verband zählt auch der Elisabethenstift in Darmstadt, eine große Klinikgruppe. Dazu gehört ein akademisches Lehrkrankenhaus, Kliniken für Allgemeinchirurgie, innere Medizin, Geriatrische Medizin und eine Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Kurz gesagt: Eine christlich-humanistische Einrichtung – von Menschen für Menschen.
Jetzt hat der Chef der Mitarbeitervertretung eine Mail an alle Beschäftigten geschrieben, die so gar nichts von einem humanistischen Weltbild erkennen lässt. Zusammengefasst heißt der Inhalt: Wer bei uns mit der AfD sympathisiert, fliegt aus der Klinik.
NIUS hat diese Mail von einer Mitarbeiterin erhalten. Sie bittet um Anonymität, weil sie Repressalien fürchtet. Wenn man Einzelheiten liest, kann man das verstehen. Hier Auszüge aus der Original-Mail:
„Wir sind stolz darauf, dass in unserem Haus Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander arbeiten, aufeinander vertrauen und voneinander lernen. Wir sind eine bunte Belegschaft und wir nehmen die Bedenken und Ängste unserer Kolleginnen und Kollegen aus den eigenen Reihen sehr ernst, die sich vor dem Hintergrund der politischen Stimmung bedroht fühlen. Auch der Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch hat ein hartes Vorgehen gegen rechte Mitarbeiter in den eigenen Reihen angekündigt. Er sagte: Wer die AfD aus Überzeugung wählt, kann nicht in der Diakonie arbeiten. Diese Leute können sich im Grunde auch nicht mehr zur Kirche zählen, denn das menschenfeindliche Menschenbild der AfD widerspricht dem christlichen Menschenbild.“
Am Schluss des „Informationsschreibens“ an alle Mitarbeiter heißt es: „Wer sich für die AfD einsetzt, muss gehen.“
Die Frau, von der NIUS die Klinik-Mail bekam, schrieb noch: „Ich möchte euch bitten, meinen Namen NICHT zu nennen, da ich wahrscheinlich meinen Job los wäre, wenn das bekannt würde.“
AfD-Hysterie hat Hochkonjunktur
Die Hysterie gegen AfD-Wähler kennt in diesen Tagen offenbar keine Grenzen. Ein anderes Beispiel, das NIUS vorliegt, ist der historisch unhaltbare und irrsinnige Vergleich, den die Gewerkschaft der Flugbegleiter „UFO“ anstellt. In einer Mail an ihre Mitarbeiter heißt es:
„Schon unmittelbar nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten am 2. Mai 1933 wurden Gewerkschaftshäuser besetzt und die freien Gewerkschaften zerschlagen … Die Wahl von Parteien, die sich geschichtsvergessen, programmatisch und rhetorisch von den Nationalsozialisten nicht mehr abgrenzen, ist keine Alternative für Deutschland. Die Mitgliedschaft, Betätigung oder Unterstützung von rechtsextremistischen Parteien ist mit der Mitgliedschaft in der UFO unvereinbar.“
Die Anti-AfD-Hysterie – sie hat wirklich gerade Hochkonjunktur.
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Louis Hagen
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