Kroos: „Würdest Du Deine Tochter in Spanien um 23 Uhr rauslassen oder in einer deutschen Großstadt, wäre ich eher bei Spanien“
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- Toni Kroos, Weltmeister von 2014, will nach seinem Karriereende bei Real Madrid nicht nach Deutschland zurückkehren.
- In einem Interview nennt er seine Kinder und die zahlreichen sozialen Verbindungen in der spanischen Hauptstadt als Grund.
- Doch auch die Sicherheitslage in Deutschland sei eine andere. Dabei kann er das Gefühl kaum ausdrücken, „ohne in eine Ecke gestellt“ zu werden.
Im Mai zog er den Schlussstrich: Fußball-Legende Toni Kroos geht nach der Fußball-Europameisterschaft in den Ruhestand. Im Podcast Lanz & Precht erklärt der gebürtige Greifswalder, warum er trotz Familie in Deutschland nicht in die Heimat zurückkehren wird. „Wenn mich jemand fragt, würdest Du Deine Tochter in Spanien um 23 Uhr rauslassen oder in einer deutschen Großstadt, wäre ich eher bei Spanien“, sagte der 34-Jährige.

Kroos beim WM-Sieg im Finale gegen Argentinien 2014
„Aber das hätte ich von mir aus – vor zehn Jahren, so viele Bedenken, ob es ihr dann wirklich gut ergeht und sie unbeschadet nach Hause kommt – hätte ich vor zehn Jahren noch gehabt. Das hätte ich jetzt nicht.“
Trotz Versprecher spielt Kroos offensichtlich auf die schlechte Sicherheitslage in Deutschland an und sieht die Gewalt gegen Frauen auch als Risiko für seine Familie.
„Ich finde Deutschland nach wie vor wirklich ein tolles Land“, sagt Kroos, „aber es ist zumindest nicht mehr so ganz das Deutschland, wie es war – wie es vielleicht vor zehn Jahren war.“ Auf die Frage nach den Gründen antwortet der Fußballprofi: „Es hat sich auf jeden Fall ein Gefühl verändert“ und ergänzt „ein Gefühl davon – wie drückt man das am besten aus, ohne in eine Ecke gestellt zu werden“ und erklärt dann das Beispiel seiner Tochter, die er eher um 23 Uhr in Spanien als in Deutschland auf die Straße lassen würde.
Auch das Wetter ist für Kroos ein Argument. „Es ist nicht der deutsche Sommer“, sagt er, „Die letzten Sommer waren sehr schön. Wir fühlen uns einfach total wohl in Madrid.“ Seine Kinder wachsen dreisprachig auf, entsprechend ziehe ihn von dort „nichts weg“.
Philippe Fischer
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