Kult-Lokal wird Flüchtlingsheim: Der letzte Tanz im Bienenkorb – NIUS war vor Ort
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Erst kürzlich berichtete NIUS über die Schließung des Straubinger Kult-Lokals Bienenkorb, das demnächst zur Asyl-Unterkunft wird. 120 Migranten sollen schon bald in das von den Besuchern liebevoll genannte „Körberl“ einziehen. NIUS-Reporterin Helena Gebhard war vor Ort und hat mit den Menschen beim letzten Tanz im Bienenkorb gesprochen.
Stephan Weckmann, Gastronom und Kreisvorsitzender der Freien Wähler in Straubing, hatte das Lokal Anfang des Jahres gekauft und einen 10-Jahres-Vertrag mit der niederbayerischen Regierung zur Unterbringung von Flüchtlingen geschlossen. Bei den zahlreichen Freunden des Tanzlokals sorgte die Entscheidung in Straubing für große Bestürzung.
Bürger wollten ihren Bienenkorb retten
Einige Stammgäste riefen daraufhin ein Bürgerbegehren ins Leben und demonstrierten für den Erhalt des Bienenkorbs. Doch es nützte nichts. Das charmante Lokal, das so vielen Menschen Heimat und Treffpunkt war, wird endgültig geschlossen, um für neue Bewohner zu öffnen.
Stammgast Oskar Schätz sagte noch vor kurzem im Gespräch mit NIUS: „Eine völlig verfehlte Migrations- und Asylpolitik raubt hier der älteren Generation und behinderten Menschen die sozialen Kontakte. Und das unter tätiger Mithilfe eines gewählten Volksvertreters, der diese Bezeichnung wohl nicht verdient.“
Ein Stück Tradition geht zu Ende
Am vergangenen Samstag fand nach 23 Jahren der letzte Tanz im Bienenkorb statt, bevor er für seine jahrelangen Stammgäste für immer schließt.
NIUS war vor Ort und hielt fest, was den Menschen durch die Schließung des Tanzlokals verloren geht. Schauen Sie sich hier das Video an:
Man könnte vielleicht denken: „Es ist doch nur ein Tanzlokal.“ Oder wahlweise: „Die Menschen könnten sich eine Alternative suchen.“ Für die Gäste ist der Bienenkorb jedoch ein zweites Zuhause. Ein Ort der Begegnung, der Ort, an dem manche ihre Liebe kennengelernt und neue Freundschaften geschlossen haben. Ein Stückchen Tradition, die sie nach 23 Jahren verlieren.
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