Lauterbachs neues Projekt: Jetzt plant er den Hitze-Lockdown!
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In Deutschland werden mehr Hitzewellen erwartet, aber keine Sorge – Gesundheitsminister Lauterbach wird uns mit seinem nationalen Hitzeschutzplan retten.
Die Pläne unseres Gesundheitsministers sollen sich am französischen Modell orientieren. Dort treten je nach Intensität der Hitzewelle landesweit Schutzmaßnahmen in Kraft. Diese beinhalten verschiedene Strategien, von der Bereitstellung von Kälteräumen, über spezifische Hitzepläne für Pflegeheime und Krankenhäuser, hin zu regelmäßigen Anrufen bei älteren Bürgern, um sicherzustellen, dass sie genug Flüssigkeit zu sich nehmen. Kommentar meiner 81-jährigen Mutter: „Müssen Senioren jetzt auch noch zehnmal pro Tag zum Telefon rennen, um von der Regierung ans Trinken erinnert zu werden, zusätzlich zu den Idioten, die uns am Telefon dubiose Geldanlagen oder Versicherungen andrehen möchten?“
Kürzlich saß ich im ICE neben einem Geschäftsmann, der eine intelligente Wasserflasche dabeihatte. Sie piepte, um ihn daran zu erinnern, zu trinken, damit er nicht dehydriert. Offen gestanden, wenn man Gefahr läuft zu verdursten, weil man zu beschäftigt oder vergesslich ist, sollte man vielleicht einfach der Natur ihren Lauf lassen. Bei psychisch gestörten Personen ist die Situation natürlich anders; es stellt sich jedoch die Frage, ob sie nicht ohnehin besser in einer betreuten Einrichtung aufgehoben wären.
Wollt ihr den totalen Schutz?
Und wie läuft das eigentlich mit den Kälteräumen? Sollen Senioren ihre Wohnungen verlassen, um in der prallen Sonne zu wohltemperierten Oasen zu pilgern? Hier könnte ein Shuttle-Service helfen, der hitzeempfindliche Menschen von ihren Wohnungen zu den Kälteräumen bringt und zurück, oder häusliche Besuche von Pflegekräften, die sicherstellen, dass Senioren ausreichend hydratisiert sind und ihre Wohnungen angemessen kühl halten. Es stellt sich die Frage, ob es auf Dauer nicht billiger wäre, die Wohnungen einfach mit einer Klimaanlage auszustatten, was auch den Nachmietern zugute käme.
Laut Robert-Koch-Institut wurden in Deutschland zwischen 2018 und 2020 mehr als 19.000 Hitzetote gezählt. Das weckt Erinnerungen an die fortwährende Debatte über COVID-19-Todesfälle, bei denen immer noch diskutiert wird, ob diese Menschen an oder mit Corona starben. Am heutigen Mittwoch findet jedenfalls ein bundesweiter Hitze-Aktionstag mit einer Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen statt, um die Bürgerinnen und Bürger für das Thema zu sensibilisieren. Böse Zungen behaupten, dass Lauterbach das Thema Hitzeschutz ins Spiel bringt, um von den geplanten Erhöhungen der Krankenkassenbeiträge abzulenken.
Ich bin kein Fachmann und bescheiden genug, meine intellektuellen Grenzen zu erkennen. Vielleicht bin ich einfach zu dumm, aber sobald Karl Lauterbach den Mund aufmacht, bilden sich in meinem Kopf tausend Fragezeichen. Unser Gesundheitsminister warnt vor der zunehmend extremen Hitze, bedingt durch den Klimawandel. Jedoch deutet eine Studie, zu deren Verfassern der angesehene US-Klimaforscher Roy Spencer zählt, darauf hin, dass die globale Erwärmung im Mai 2023 lediglich um 0,37 Grad Celsius über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 lag.
Aber ich will nicht meckern, denn offenbar hat sein Hitze-Aktionstag Wirkung gezeigt, zumindest sind die Temperaturen hier in Nürnberg im Vergleich zum Vortag gesunken. Vielen Dank dafür!
Ahmet Iscitürk
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