Messerattacke bei Stadtfest in Siegen: Drei Personen in Lebensgefahr
Ein Beitrag von
In der Stadt Siegen in Nordrhein-Westfalen ist es zu einer schweren Gewalttat gekommen: Am Freitag gegen 19:40 soll eine 32-jährige Frau mit einem Messer auf sechs Menschen eingestochen haben. Drei Personen schweben nach dem Angriff noch in Lebensgefahr. Die BILD und die Solinger Zeitung hatten zuerst über den Fall berichtet.
Wie die Polizei mitteilte, geschah der Messerangriff auf dem Weg zu dem aktuell stattfindenden Stadtfest in einem Bus des Linie R22. In dem Fahrzeug, in dem 40 Fahrgäste zum Zeitpunkt der Tat gewesen sein sollen, habe die Frau begonnen, auf Personen einzustechen. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, liegen ihr „derzeit keine Hinweise auf ein politisches oder religiöses Tatmotiv vor“.
Bei der Täterin soll es sich um eine 32-jährige deutsche Staatsbürgerin handeln. Nachdem die Polizei vor Ort war, habe sie sich widerstandslos festnehmen lassen. Wie die Siegener Zeitung berichtet, soll die Frau einen „äußerst verwirrten Eindruck“ gemacht haben – entweder sei sie alkoholisiert gewesen oder unter dem Einfluss von Drogen gestanden haben. Auf ihre Opfer scheint sie wahllos mit dem Messer eingestochen zu haben, schreibt die Zeitung weiter. Wie der Spiegel berichtet, soll sie polizeibekannt sein wegen Drogendelikten.
Augenzeugen sollen zudem von „schrecklichen Szenen“ berichten, die sich im Bus zugetragen hätten. Es sei viel Blut geflossen, auch Kinder und Jugendliche seien Zeugen der Tat geworden, so die Siegener Zeitung. Zudem seien Menschen teils blutüberströmt aus dem Bus gerannt. Einige seien in den angrenzenden Wald geflüchtet, andere hätten um Hilfe geschrien. Die verletzten Personen waren zwischen 16 und 30 Jahre alt.

Ein Bus am Zentralen Omnibusbahnhof in Siegen.
Inzwischen sei auch der Landrat Andreas Müller (SPD) am Ort des Geschehens in Eiserfeld eingetroffen. Gegenüber der Siegener Zeitung sagte er telefonisch, er sei „schockiert“ von der Tat – gerade weil es offenbar Menschen getroffen habe, die unterwegs zum Feiern gewesen seien.
Wie die Zeitung berichtet, sollen Notfallseelsorger vor Ort sein und sich um möglicherweise traumatisierte Menschen kümmern. Am Tatort befinden sich außerdem mehrere Rettungswagen. Erst vergangenen Freitag war es in Solingen zu einer schweren Messerattacke auf einem Stadttest gekommen. Der Syrer Issa Al Hasan hatte dort drei Personen getötet und acht verletzt. Bei der Tat handelt es sich um einen islamistischen Terroranschlag, zu dem sich ISIS bekannt hatte.
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare