Mindestens 100.000 Euro Zusatzkosten für Baerbocks Pannenflug nach Abu Dhabi
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- Wegen technischer Probleme musste Mitte August der Regierungsflieger von Außenministerin Baerbock zweimal nach Abu Dhabi zurückkehren
- Daraufhin brach die Grünen-Politikerin die Dienstreise nach Australien ab
- Die Zusatzkosten, neben den Kosten für Regierungsflieger und Vierfach-Betankung, durchbrechen nun die 100.000-Euro-Marke
Außenministerin Annalena Baerbock musste ihre geplanten Reise nach Australien, Neuseeland und Fidschi wegen technischer Probleme an der Regierungsmaschine abbrechen. Die Landeklappen des Flugzeugs wollten nach dem Start nicht einklappen. Ein zweiter Versuch führte zum gleichen Ergebnis.
Nach Informationen des Spiegel war Baerbock einigermaßen genervt von den vergeblichen Versuchen, mit dem Regierungsjet nach Australien zu kommen. Schließlich trat die Ministerin ihre Rückreise nach Deutschland mit der Golf-Airline Emirates in der First Class an und flog zurück nach Hamburg.
Auswärtiges Amt: 104.331 Euro für Flugtickets
Nach der gescheiterten Reise mit dem Regierungsjet buchte das Auswärtige Amt kurzerhand Tickets für Linienflüge. Dabei fielen Ausgaben in Höhe von rund 104.331 Euro an. Das geht aus der Antwort des Ministeriums auf eine Schriftliche Frage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sevim Dağdelen hervor, die dem Spiegel vorliegt.
In der oben genannten Summe enthalten sind demnach die Kosten für die Rückreise, die Baerbocks Mitarbeiter sowie fünf Sondergäste aus Abu Dhabi per Linienflug antreten mussten. „Ein sehr kleiner Teil der Delegation“ habe die geplante Reise in die Pazifikregion fortgesetzt, etwa für die Rückgabe von Artefakten in Australien, heißt es in der Antwort.
Wahre Rechnung der Baerbock-Reise viel höher
Die oben genannten Kosten sind jedoch nur ein kleiner Teil der Gesamtrechnung, die der Steuerzahler begleichen darf. Bei den fehlgeschlagenen Startversuchen mussten die Piloten des Airbus A340 jeweils 80 Tonnen Kerosin ablassen. Allein für diese Betankungen sind jeweils geschätzt mehr als 200.000 Euro fällig geworden.
Die Kosten für den Flug nach Abu Dhabi aus Deutschland, die Rückführung des Flugzeugs sowie die Personalkosten kommen noch hinzu. Damit dürfte der kleine Abu-Dhabi-Ausflug der Außenministerin locker die 1-Millionen-Euro-Marke durchbrochen haben.
Philippe Fischer
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