Mutter klagt an: Meine Tochter Cheyenne (15) starb an der Corona-Impfung
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Neun Tage nach ihrer zweiten Corona-Impfung bricht Cheyenne Braun am Esstisch zusammen, wenig später ist sie tot. Die 15-Jährige starb an den Folgen der Impfung, davon ist ihre Mutter überzeugt. Doch die Staatsanwaltschaft verweigert Untersuchungen, die Klarheit bringen könnten.
Der Kartoffelbrei, der vor Cheyenne steht, ist noch heiß, als die 15-Jährige am 3. November 2021 um 17:15 Uhr die Hand zur Faust ballt und mit voller Wucht hineinschlägt. „Cheyenne!“, ruft ihre Mutter entsetzt. „Reiß dich zusammen!“ Es sind nur wenige Sekunden, in denen Kerstin Braun an einen schlechten Scherz ihrer Tochter glaubt. Dann fällt das Mädchen auf den Boden und krümmt sich. Die Mutter begreift: Das hier ist kein Spaß. Mein Kind ringt mit dem Tod.
„Ich habe so etwas noch nie gesehen. Es war ganz, ganz schrecklich", erinnert sich die 53-Jährige in der NIUS-Original-Doku „Nur ein Pieks“. „Ihre Lippen waren plötzlich schwarz". Über mehrere Minuten hinweg reanimiert die Intensiv-Pflegerin ihre Tochter, dann trifft der Notarzt ein. Auf dem Weg ins Krankenhaus wird das Mädchen eine weitere Stunde lang wiederbelebt, zwischendurch hört ihr Herz etwa eine Minute lang auf zu schlagen. Die Diagnose, die später auf dem Arztbrief stehen wird: Postvakzinale Myokarditis – Herzmuskelentzündung nach Impfung.

Zwei mal wird Cheyenne verlegt, während sie im Koma liegt. In dem Arztbrief diagnostieren die Mediziner eine Herzmuskelentzündung nach Impfung.
Die Mutter gibt ihrem sterbenden Kind ein letztes Versprechen
Im Krankenhaus in Erlangen und später in Bayreuth beginnt eine Odysee aus Hoffen, Bangen und Resignation. Cheyenne liegt im Wachkoma, ist nicht ansprechbar, entwickelt ein Hirnödem, ein Organ nach dem anderen versagt. Alle Bemühungen der Ärzte scheitern. Am 16. November 2021 tut das junge Herz von Cheyenne Braun seinen allerletzten Schlag und erstarrt dann für immer.
„Sie war noch einmal kurz da“, erinnert sich Kerstin Braun an die letzten Stunden mit ihrem Kind. „Sie hat zwar nur vor sich hingestarrt, aber ich habe gespürt, dass sie mich versteht. Diese Zeit habe ich genutzt, um ihr ein Versprechen zu geben: Dass ich herausfinden werde, was passiert ist. Und dass ich alle zur Rechenschaft ziehen werde, die mit daran schuld sind.“
„Nur ein Pieks“: NIUS-Doku zeigt, wie viel Leid die Impfung auslöste
Rückblende: Cheyenne lässt sich neun Tage vor ihrem Zusammenbruch zum zweiten Mal gegen Corona impfen, obwohl sie bereits die erste Impfung sehr schlecht vertragen hat. Kerstin Braun hat die Sprachnachricht, die ihre Tochter damals geschickt hat, noch immer auf dem Handy. Cheyenne spricht darin von der „scheiss Impfung“, die ihr zusetze und starke Schmerzen bereite. Der Arzt habe ihr aber gesagt, dass sie sich die zweite Dosis ohne Bedenken geben lassen könne, erzählt Kerstin Braun.
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„Cheyenne wollte frei sein“, sagt sie mit Tränen in den Augen. „Sie war eine Partymaus, sie wollte ihren sechzehnten Geburtstag in der Disco verbringen. Sie wollte mit ihren Freundinnen einen Ausflug machen, einfach wieder ganz normal leben.“
Endlich wieder frei sein. Die Sehnsucht nach Normalität bringt viele Kinder und Jugendliche zu jener Zeit an die Nadel, das Ticket zur Freiheit ist scheinbar günstig. Ein kleiner Pieks, ein paar Nebenwirkungen, schon ist alles wieder wie früher. Obwohl junge Menschen so gut wie nie schwer an Covid erkranken, lassen sich viele den Impfstoff verabreichen.
Immunisierte Kinder werden zum Schutzwall aufaddiert
Was dem Einzelnen guttut oder nicht: unwichtig in diesen Zeiten. Immunisierte Kinderkörper werden zum Schutzwall gegen die vermeintlich tödliche Seuche aufaddiert – weil Erwachsene glauben, dass junge Menschen nur dann keine Gefahr für sie sind, wenn sie geimpft sind. Individualmedizin wird zur Kapriole, die sich nur ignorante Egoisten leisten. Der renommierte Medizinforscher Peter Gøtzsche nennt das eine „Verletzung der grundlegenden Menschenrechte“, sagt: „Im Gesundheitswesen ist es nicht erlaubt, jemanden für einen Zweck zu benutzen. Man muss Menschen um ihrer selbst Willen behandeln."
Sterile Immunität gegenüber einem Atemwegserreger, der über die Schleimhäute übertragen wird, durch eine ins Blut verabreichte Impfung: Eine unwissenschaftliche Wunschvorstellung, für die es nie Anhaltspunkte, geschweige denn Beweise oder Untersuchungen gab. Trotzdem hängen Politik und Medien ihr in jenen Tagen wie besessen nach.

Cheyenne (mitte) mit ihren Brüdern Jacy und Dakota, Mutter Kerstin steht rechts im Bild.

Dieses Bild hängt im Eingangsbereich der neuen Wohnung. Nach Cheyennes Tod wollte sie nicht mehr dort wohnen, wo ihre Tochter zusammenbrach.
Cheyenne und Kerstin leben in Hollfeld in Bayern, wo Ministerpräsident Markus Söder am 11. November auf einer Pressekonferenz sagt: „Die AfD in Altötting macht eine Mahnwache für Impf-Tote. Das sind alles so absurde Dinge, die immer wieder stattfinden“. Zum gleichen Zeitpunkt ringt Cheyenne im Koma mit dem Tod. Söder ist es auch, der eine Impfpflicht für Kinder ab 12 Jahren fordert und „Impf-Straßen“ für Fünfjährige einrichten möchte.
Da Söder auf Anfragen zu dem Thema nicht antwortet, sprechen wir von NIUS ihn im März 2023 am Rande eines Wahlkampftermins auf das Thema Impfschäden an. Söder weicht aus, verweist auf den bayerischen Gesundheitsminister Holetschek. Aud die Frage, ob er nicht selbst den Impfdruck zu verantworten habe, antwortet er zusammenhanglos: „Ich bin geimpft.“
Zu dem Schmerz über den Verlust ihrer Tochter kommen für Kerstin Braun Beschimpfungen aus allen Richtungen. In den sozialen Medien wird sie von Kritikern der Covid-Impfung als Rabenmutter bezeichnet, die ihre Tochter nicht vor der Giftspritze beschützt hat. In ihrem Umfeld wenden sich Menschen von ihr ab, weil sie ihr vorwerfen, die Covid-Impfung zu verunglimpfen. „Die heilige Impfung“, sagt Braun und Wut blitzt in ihren Augen auf.
„Wäre sie an Covid gestorben, niemand würde zweifeln“
„Jede Kritik an ihr gleicht einer Gotteslästerung. Meine Tochter war kerngesund und ist neun Tage nach der Spritze zusammengebrochen. Wäre das nach einer Corona-Erkrankung passiert, hätte niemand daran gezweifelt, dass die Infektion Schuld war und ich müsste nicht so kämpfen. Aber bei der heiligen Impfung versucht man, alles schönzureden und sucht andere Gründe für ihren Tod.“
Zum Beispiel, dass auch Cheyennes Vater vor einigen Jahren an einem Herzleiden starb und dieses möglicherweise an seine Tochter weitergab. „Meine Tochter war gesund“, sagt Braun. „Wir haben nach dem Tod ihres Vaters extra alle möglichen Checks gemacht. Man hat nichts gefunden, was auf ein Herzproblem hindeutete.“ Und selbst wenn das der Fall gewesen wäre: Gerade vorerkrankten Menschen wurde die Impfung gegen Covid mit Nachdruck empfohlen.
Nach ihrem Tod wird Cheyennes Körper obduziert. Doch der Rechtsmediziner, den die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth einsetzt, kann nach 13 Tagen Überlebenskampf mit den gängigen Untersuchungen nicht mehr zweifelsfrei feststellen, welchen Anteil die Impfung am Tod der Schülerin hat. Anstatt den Körper des Mädchens weiter zu untersuchen, erklärt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth damals gegenüber der Lokalpresse: „Diese Untersuchungen gibt unser Ermittlungsauftrag nicht her“. Denn: „Schließlich wurde von der Mutter die Einwilligungserklärung unterschrieben.“ Herzmuskelentzündungen seien vom RKI gelistete Nebenwirkungen der Covid-Impfungen, somit sei sich die Mutter bei ihrer Zustimmung bewusst gewesen, dass dieses Risiko bestehe.
Anzahl der Herzmuskelentzündungen steigt stark an
Auch andere Kinder und Jugendliche bekommen diese Nebenwirkungen 2021 zu spüren. Kurz nach Start der Impfkampagne steigen die Krankenhauseinweisungen wegen Herzmuskelentzündungen in den Altersgruppen zwischen 10 und 17 Jahren in Deutschland teilweise bis auf das Doppelte an. Während junge Menschen nur ein geringes Risiko haben, schwer an Covid zu erkranken, sehen manche Studien das Risiko einer Herzmuskelentzündung nach einer Covid-Impfung bei männlichen Jugendlichen bei bis zu 1 zu 3000. Auf Anfragen zu diesem besorgniserregenden Anstieg wollen sich weder die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie noch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte äußern. Das Bundesgesundheitsministerium antwortet ausweichend: Herzmuskelentzündungen seien „sehr selten“.

Kurz nach Start der Impfkampagne steigen die Krankenhauseinweisungen wegen Herzmuskelentzündungen bei Kindern und Jugendlichen.
Wie alle Deutschen ab 12 Jahren bekommt auch Cheyenne die volle Erwachsenen-Dosis des Impfstoffs: zweimal 30 Mikrogramm. Und das, obwohl Biontech diese Altersgruppe in den klinischen Prüfungen mit einer niedrigeren Dosis getestet hat, erklärt Pharma-Expertin Susanne Wagner. „In den Prüfungen waren auch 19-Jährige dabei, aber von denen hat keiner eine Dosis über 10 Mikrogramm bekommen“. Die Jugendlichen hatten in den Studien eine identische Immunantwort wie Erwachsene mit 30 Mikrogramm. „Man wusste von der Altersabhängigkeit. Man wusste, dass Jüngere keinen Nutzen von einer höheren Dosis haben, sondern lediglich ein höheres Risiko, Nebenwirkungen zu erleiden“, kritisiert Wagner.
Biontech wusste, dass man Kinder überdosiert
Dass man sich bei Biontech darüber bewusst war, dass man Kinder überdosiert, zeigt nicht nur die Zulassungsstudie. In einem Interview mit der Welt gesteht Firmensprecherin Jasmina Alatovic freimütig: „Es ist richtig, bei den Jüngeren reichen 20 Mikrogramm, manchmal sogar 15 Mikrogramm aus.“ Eine altersangepasste Dosierung der Impfstoffe sei „prinzipiell zwar eine elegante Lösung“, ,„aber nicht praktisch, wenn man so rasch wie möglich fünf Milliarden Menschen impfen muss“. Heißt im Klartext: Dem Hersteller war klar, dass man Kinder und Jugendliche überdosiert, trotzdem passte man die Dosis für deren kleinere und leichtere Körper nicht an.
Würde Cheyenne noch leben, wenn die Impfhersteller diese Anpassung vorgenommen hätten? Wenn die Politik sich nicht blind hätte treiben lassen von Wunschvorstellungen wie einer „Herdenimmunität“? Wenn das Paul-Ehrlich-Institut auf die Dosierungen gepocht hätte, die auch in den Zulassungsstudien gewählt wurden?

Kerstin Braun besucht das Grab ihrer Tochter Cheyenne sehr oft.
Nach Cheyennes Tod zieht Kerstin Braun mit den beiden Söhnen in eine neue Wohnung, weil die alte zu viele Erinnerungen konserviert. Doch auch in der neuen Umgebung ist Cheyenne überall. Sie lächelt von der Wand, Briefe mit kleinen Liebesbotschaften liegen in jeder Ecke, zeichnen das Bild eines Mädchens, das jedem klischeehaften Nachruf trotzt: Sprühend vor Energie und Freude, voller Pläne und Liebe. Dutzende rote Herzen säumen jedes Papier, das das Mädchen in der Hand hatte, daneben Sprüche und Botschaften an die Mutter.
Cheyennes Mutter kämpft weiter
Vielleicht ist es diese Energie, die Kerstin Braun noch immer spürt, wenn sie das Mädchen in Anekdoten wiederaufleben lässt. Nur selten kullern ihr Tränen über die Wangen, die meiste Zeit lacht sie.
Das Versprechen an die sterbende Tochter, ihrem Tod auf den Grund zu gehen und Verantworliche zur Rechenschaft zu ziehen, hat Kerstin Braun nicht vergessen. Immer noch streitet ihre Anwältin für sie, immer noch lässt sie auf eigene Faust Pathologen Untersuchungen durchführen, wartet seit Monaten auf neue Ergebnisse. Von der Politik fühlt sie sich alleingelassen. Trotzdem gibt sie nicht auf und kämpft noch immer um Gerechtigkeit. „Ich verlange von den Verantwortlichen, dass sie endlich für die Opfer und die Geschädigten geradestehen. Sobald die neuesten Obduktionsergebnisse da sind, geht es vor Gericht weiter.“

Ihre neue Wohnung hat Kerstin Braun mit dutzenden Fotos ihrer Tochter geschmückt.
Janina Lionello
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