Tschüss, Deutschland! Hier erzählen noch mehr Menschen, warum sie ausgewandert sind – oder es vorhaben
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Immer mehr Deutsche denken darüber nach auszuwandern oder sind es sogar bereits. Am Montag kamen einige dieser Menschen bei NIUS zu Wort.
Danach haben wir so viele weitere Zusendungen bekommen, dass wir noch mehr davon zeigen möchten. Außerdem haben wir unsere Follower in sozialen Medien gefragt, ob sie sich vorstellen können auszuwandern – und wenn ja, wohin? 92 Prozent sagten: Ja.
NIUS-Umfrage: Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, selbst auszuwandern? (3319 Stimmen)
Man sieht deutlich, dass nahezu alle Teilnehmer bereits ans Auswandern gedacht haben.
Wir haben nach den Gründen gefragt und bekamen unglaublich viele Antworten:
Die meisten nannten die hohen Steuern und auch die Steuerverschwendung als Grund für ihren potentiellen Umzug, dicht gefolgt von der Migrationspolitik und fehlender Sicherheit in Deutschland.
Zusätzlich wurde eine starke staatliche Bevormundung und fehlende politische Mitbestimmung als Anlass für das Verlassen Deutschlands angegeben.

NIUS-Umfrage: Wenn ihr auswandern würdet, wohin würdet ihr gehen? (3690 Stimmen)
Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes stellen die Schweiz, Österreich und die USA die beliebtesten Auswanderungsziele der Deutschen dar. Unsere Umfrage zeigte, dass die NIUS-Community ebenfalls ein gewisses Interesse an diesen Ländern hat. Knapp die Hälfte würde jedoch in ein anderes Land auswandern.
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Doch lassen wir die bereits Ausgewanderten und diejenigen, die es noch vorhaben, selbst zu Wort kommen:
Isabella, Irland
„Ich bin 2021 mit meinem Freund in seine Heimat Irland ausgewandert, nachdem ich in meinem damaligen Job extrem unter Druck gesetzt wurde, mich impfen zu lassen. Wir fühlten uns in Deutschland, auch ganz abgesehen davon, einfach nicht mehr wohl, Gründe hierfür waren: hohe Steuer- und Abgabenlast, politischer Zirkus, irrsinnige Gesetze, die Asylpolitik, Genderwahn usw... Hier in Irland ist es viel leichter, ein bisschen mehr unter dem Radar zu bleiben, zum Beispiel ein Haus bauen ohne Baugenehmigung und generell mehr ‚off the grid‘ zu leben, ohne dass Vater Staat uns reinpfuscht. Natürlich ist die Regierung in Irland auch nicht wirklich ernst zu nehmen, aber in welchem EU-Land ist sie das schon? Wir fühlen uns um Welten wohler hier.“
Rafael, weiß noch nicht wohin
„Ich komme aus bescheidenen Verhältnissen. Meine Eltern sind Anfang der neunziger Jahre nach Deutschland gekommen. Das Einzige, was meine Mutter mir mitgeben konnte, war das feste Versprechen, dass es mir einmal besser gehen wird als ihr, wenn ich mich denn nur anstrenge, fleißig in der Schule bin, einen anständigen Beruf erlerne und hart arbeite. Und tatsächlich: Mit viel Blut, Schweiß und Tränen habe ich mich aus schwierigen Verhältnissen Stück für Stück nach oben gearbeitet, darf heute als Rechtsanwalt einen wunderbaren Beruf ausüben, und mir geht es wirtschaftlich verhältnismäßig gut.
Doch man bekommt in Deutschland immer mehr das Gefühl, dass man als Mitglied des arbeitenden Teils der Bevölkerung der Depp vom Dienst ist. Erdrückende Steuern und Sozialabgaben, überbordende Bürokratie... und der Traum vom Eigenheim mit ein wenig Grün drumherum ist mehr oder minder geplatzt. Hinzu kommt ein gesellschaftliches Klima, in dem man geradezu „verdächtig“ ist, wenn es einem wirtschaftlich gut geht und wenn man sich selbst dem bürgerlichen oder konservativen Lager zuordnet. Schließlich plagt einen die Sorge, wie es einmal den eigenen Kindern gehen soll: marode Schulen, ideologisch geprägtes Lehrpersonal, und zumindest eine subjektiv wahrgenommene, steigende Gefahr im Alltag und im öffentlichen Raum.
Das alles in Summe macht den Standort Deutschland für junge Leistungsträger immer unattraktiver. Durch meine Ausbildung als Jurist bin ich leider nicht so flexibel. Dennoch treibt mich der Gedanke um.“
Sven, Panama
„Für mich ist der Hauptgrund das tolle Klima, das Panama – und speziell die Inselregion um Bocas del Toro – in der Karibik bietet. Die Sprache und die Kultur begeistern mich natürlich auch sowie die Möglichkeit, täglich surfen zu können. Meine Freundin und ich planen, in den nächsten Jahren ein Haus zu bauen und die Winter dort zu verbringen.“
Jürgen, Schweiz
„Besonders nach der Wiedervereinigung haben unsere Landsleute die Bodenhaftung verloren, weil sie sich für die Propheten einer neuen Weltmoral erklärten. Dabei haben sie lediglich bewiesen, daß sie infantile und naive Weltsichten haben. Für die vor allem unter Madame Merkel getroffenen, weltfremden Entscheidungen werden sie langsam aber sicher zur Kasse gebeten. Oder wie ein alter Jurist einmal erklärte, daß er nie verstehen werde, wie ein so talentiertes Volk so viel Unsinn machen kann. Für mich dient Germania nur noch als Lachnummer.“
Sämtliche Kommentare, die uns erreichten, zeigen vor allem eines: Deutschland adé, das Scheiden tut vielen nicht (mehr) weh.
Amir Makatov
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