Nach tödlicher Attacke in Mannheim: Anti-Messerstecher-Schal für Polizisten
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Sie halten für uns den Kopf hin: Deutschlands Polizisten stehen immer häufiger hochaggressiven und bewaffneten Tatverdächtigen gegenüber, ihre Einsätze sind zunehmend lebensbedrohlich. Schreckliches Beispiel: Ende Mai tötete ein in Deutschland lebender Afghane den Polizisten Rouven L. (25) in Mannheim (Baden-Württemberg) mit einem Stich in den Hals.
Nun reagiert das Innenministerium des Nachbarlandes: Saarlands Polizei wurde jetzt mit 3.000 Schnittschutzschals ausgestattet. Laut Ministerium ist die tödliche Messerattacke von Mannheim Anlass für die Investition. Kosten: rund 60.000 Euro.
Nebenbei wird im Saarland bis 2026 die Pistole SFP9 der Firma Heckler & Koch die bisherige Dienstwaffe P10 ablösen. Investition: 1,6 Millionen Euro.

Die Saar-Polizei wurde mit 3.000 dieser Schals ausgestattet.
„Schutz im Halsbereich vor mechanischer Einwirkung“
Ein Ministeriumssprecher: „Mit den Schals sollen alle operativ tätigen Kolleginnen und Kollegen ausgestattet werden.“ Die Teile böten „zusätzlichen Schutz im Halsbereich vor mechanischer Einwirkung ohne große Einbußen hinsichtlich des Tragekomforts“. Der Schlauchschal ist dünn, grau und unscheinbar. Er soll vor Angriffen mit Stichwaffen schützen, selbst mit einem Teppichmesser lässt er sich nicht zerschneiden.

Saar-Innenminister Reinhold Jost (SPD, 2.v.r.): „Der Schnittschutzschal und die neuen Dienstpistolen sind wichtige Schritte, um den Schutz und die Einsatzfähigkeit unserer Polizei zu verbessern.“
Können sich Bürger auch so einen Schal zulegen?
Ja, beim Hersteller Brunnirok gibt es im Internet Schnittschutzschals und welche, die zusätzlich auch vor Feuer schützen sollen. Preise: 39,90 Euro beziehungsweise 59,90 Euro. Hinweis: Die Dinger sind leider wirkungslos bei Kettensägen.
Tim Thorer
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