Nachteinsatz mit Wärmbildkameras: Erste deutsche Millionenstadt von Heiz-Stasi kontrolliert
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Das angeblich so dringende Thema Klimarettung birgt neben schier unendlichem Belehrungspotenzial auch viele neue Möglichkeiten des Geldverdienens. Wärmepumpen-Hersteller müsste man sein ... oder Agent bei der Heiz-Stasi!
Kein Witz: Es gibt ein Start-Up – also ein junges Unternehmen mit der Mission neue Märkte zu erobern – das nachts durch die Straßen der Millionenstadt Köln patrouilliert, um Wärme-Sünder aufzuspüren. Die Einsätze der Heiz-Stasi laufen unbemerkt, mit High-Tech-Methoden – und es werden private Details ausgeforscht.
Und: Die Heiz-Agenten wollen bei den bespitzelten Haushalte hinterher auch noch abkassieren!

Der Heiz-Stasi entgeht nichts: Je roter die Aufnahmen der Wärmebildkamera, desto schlechter ist ein Haus isoliert.
Im Auftrag des Energieversorgers Rheinenergie waren laut WDR vergangene Woche im Kölner Stadtteil Neubrück Mitarbeiter des Unternehmens „Climap“ unterwegs, um von jedem einzelnen Gebäude im Viertel sogenannte „Wärmebilder“ zu machen.
Die Bewohner wussten von nichts
Unfassbar: Das Ganze passierte, ohne dass die Gebäudeeigentümer- oder bewohner davon etwas wussten oder gemerkt haben! Genutzt wurde dafür ein Auto, auf dessen Dach eine Wärmebildkamera montiert wurde.
Hinter der nächtlichen Aktion steckt das Ziel der Stadt Köln, bis 2035 klimaneutral zu werden. Sprich: null Emissionen und Treibhausgase zu produzieren. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, müssten alle Hausbesitzer brav mitmachen und ihre Gebäude in Sachen Heizung und Wärmeisolierung so schnell wie möglich auf den modernsten Stand bringen.
Wer wissen will, was die Heiz-Stasi ermittelt hat, muss zahlen
Damit jeder Bürger ganz genau weiß, sie es wärmetechnisch um sein Eigenheim, Mietshaus oder die Wohnung steht, fährt das „Climap“-Unternehmen also die Straßen ab und speichert die Wärmedaten jeder einzelnen Hausnummer. Der Knaller: Die Auswertung der Aufnahmen will Rheinenergie den Hauseigentümern im kommenden Frühjahr dann kostenpflichtig anbieten. Na, schönen Dank auch!

Auch Mietshäuser werden kontrolliert. Man sieht genau, wer viel heizt und wer nicht.
„Wir helfen Gebäudeeigentümern, Kommunen und Unternehmen, in und an ihren Gebäuden Heizenergie zu sparen und so Geldbeutel und Umwelt zu schonen“, heißt es auf der Webseite des Unternehmens. „Denn eines ist klar: Die deutschen Klimaziele sind nur zu erreichen, wenn auch der Gebäudesektor ausreichend berücksichtigt wird und Wärmeverbräuche sinken.“
Kurz: Die alte Klima-Leier – plus neuer Abkassier-Idee!
Die Wärmebilder können anhand einer Farbskala analysiert werden und der Eigentümer erfährt, ob und an welchen Stellen ein Haus Wärme verliert. Je oranger/roter ein Bereich aussieht, desto schlechter ist er isoliert.
Simone Schamann
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