Youtuberin echauffiert über Zeitgeist: „In einer hypersensiblen Gesellschaft ist nicht viel Platz für Kunst“
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Zum 75. Geburtstag des Komikers Otto Waalkes zeigt der WDR seine alten Shows. Vorab hat der Sender jedoch einen Warmhinweis angehängt. „Das folgende Programm wird als Bestandteil der Fernsehgeschichte in seiner ursprünglichen Form gezeigt. Es enthält Passagen, die heute als diskriminierend betrachtet werden“, heißt es.
Nina Kirsch ist über diese Maßnahme wenig verwundert. „Ich glaube, wenn eine Gesellschaft so hypersensibel geworden ist, dann ist da nicht mehr viel Platz für Kunst, für Kultur und eben auch für Freiheit“, sagte sie am Mittwoch bei „Stimmt! Der Nachrichten-Talk“.

Nina Kirsch
Die YouTuberin fügte hinzu: „Ich hätte auch gern ein paar Warnhinweise auf Social-Media bei bestimmten Formaten, zum Beispiel bei Böhmermann, ich fordere sie aber nicht ein.“ Man könne abschalten, wenn einem die Sendung nicht gefällt.
Statt Warnhinweisen spricht sich Frauke Petry für eine Reform des Öffentlich-Rechtlichen aus: „Es kann ja jeder machen, was er möchte, aber dann möchte ich nicht zwangsverpflichtet werden, das auch noch zu finanzieren“, sagte sie bei „Stimmt!“
Der Comedian Ludger K. vermutet, dass das erst der Anfang ist. „Es wird jetzt eine Zunahme an Warnhinweisen geben.“ Und für manche Formate würde er es sogar angemessen finden.
Redaktion
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