Norwegischer Linken-Chef klaut Sonnenbrille und tritt zurück
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- Der Norwegische Linken-Chef lässt eine Sonnenbrille in einem Flughafen-Laden mitgehen.
- Er wird dabei erwischt und zahlt eine Strafe.
- Seine Ausreden führen zum Rücktritt.
Der Chef der norwegischen Linkspartei „Rödt", Björnar Moxnes, hat seinen Rücktritt erklärt. Der Grund für diesen Schritt: Moxnes wurde beim Diebstahl einer Sonnenbrille in einem Flughafengeschäft erwischt.
Der 41-jährige Moxnes, der seit elf Jahren an der Spitze der Partei stand, versuchte im Juni in einem Hugo Boss-Geschäft am Flughafen Oslo eine Sonnenbrille im Wert von etwa 100 Euro mitgehen zu lassen und wurde dabei erwischt. Die Überwachungskamera des Geschäfts hatte den Vorfall aufgezeichnet und Moxnes wurde von einem Ladendetektiv gestoppt, bevor er das Geschäft verlassen konnte. Er erhielt eine Geldstrafe in Höhe von etwa 250 Euro.
Die Geschichte wurde erst bekannt, als norwegische Medien einen Antrag auf Freigabe der Überwachungsbilder stellten. Die Bilder wurden aufgrund seines Status als „Person des öffentlichen Lebens“ freigegeben und die Nachricht von dem Diebstahl verbreitete sich schnell.

Etwa 100 Euro kostete die geklaute Brille.
Wenn die Ausreden folgenreicher sind als die Tat selbst
Moxnes, der sich nach dem Vorfall krank gemeldet hatte, änderte seine Version der Geschichte mehrmals. Zunächst behauptete er, er habe „vergessen", für die Sonnenbrille zu bezahlen und sie erst außerhalb des Geschäfts in seiner Tasche „entdeckt". Später gestand er den Diebstahl der Brille.
Diese Unehrlichkeit wurde ihm zum Verhängnis. Björn Ove Hersdal von der Norwegischen Arbeiterpartei kommentierte: „Für mich ist das Schlimmste nicht der Diebstahl selbst, sondern die darauffolgenden Veränderungen in der Geschichte. Ich denke, dass es schwierig sein wird, damit einen Wahlkampf zu führen."
Moxnes zog schließlich die Konsequenzen gezogen und reichte seinen Rücktritt als Parteivorsitzender ein.
Dieser Vorfall markiert ein abruptes Ende der elfjährigen politischen Karriere von Moxnes und hinterlässt die Linkspartei Rödt auf der Suche nach einer neuen Führung.
Redaktion
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