Nuhr rechnet mit Böhmermann ab: „Außerhalb jeglicher Relevanz“
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Der Komiker-Knatsch geht in die nächste Runde!
Ende März widmete der ZDF-Satiriker Jan Böhmermann seinem Kollegen Dieter Nuhr eine ganze Sendung. Ziel der Aktion: Ein Schauspieler parodierte Nuhr, sollte ihn als vermeintlich rechten Ekel-Schenkelklopfer-Jäger entlarven. Am Ende der 30-minütigen Show spielte eine Punkband und sang etwas von „Nazi-Schweinen“.
Warum hat der Kabarettist eigentlich nie öffentlich auf die Böhmermann-Aktion geantwortet? Die trockene Antwort: „Weil ich es mir nicht angeguckt habe.“
Nuhr hat der Aktion keine Sekunde seines Lebens gewidmet, wie er im Gespräch mit „Schuler! Fragen, was ist“ verrät. Er fühle sich zwar geehrt, dass da jemand das Bühnenbild nachbaut, einen Schauspieler schult, eine „echte Mimikri“ auf die Bühne bringt. Aber all das, um dann ihn „sozusagen als Rechten zu entlarven“, was nicht der Realität entspreche – dafür fehlt ihm das Verständnis.
Nuhr über die Parodie: „Angeblich aus Originalzitaten von mir, was natürlich nicht der Fall war. Das habe ich nun wirklich abgefragt. Bis hin zur Schluss-Sequenz, wo ja wohl wirklich irgendwie was gesungen wird, ich wäre ein Nazischwein oder so was in der Art. Warum soll ich denn darauf reagieren? Ich meine, jetzt mal ganz im Ernst, das ist so außerhalb jeglicher Relevanz.“
Nuhr macht sich über den Zustand seiner Zunft grundsätzlich Sorgen: „Ich finde auch, dass die anarchische Kraft des Humors gerade vollständig kastriert wird.“ Junge Komiker würden aufpassen, worüber sie Witze machen, um bloß nicht die Falschen zu verletzen. Das sei „bedenklich“.
Ralf Schuler
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