Plön in Schleswig-Holstein: Selbst in Deutschlands sicherstem Landkreis explodiert die Ausländer-Kriminalität
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Es ist ein beschaulicher Landkreis in Schleswig-Holstein, der, was Kriminalität betrifft, als einer der unauffälligsten und sichersten in Deutschland bisher galt. Doch nun steigt in Plön die Ausländer-Kriminalität auffällig – zugleich sind nichtdeutsche Tatverdächtige in der Statistik überproportional zu deren Bevölkerungsanteil vertreten.
Im Ostholsteinischen Hügelland mit den vielen Seen liegt der Kreis Plön – eine gute halbe Stunde von der Stadt Kiel entfernt. Hinsichtlich der Bevölkerung gilt Plön als kleinster Kreis in dem Bundesland. Der Landkreis hat mit all seinen 85 Gemeinden insgesamt um die 131.266 Einwohner. Darunter die bislang unauffälligen Städte wie Lütjenburg, Plön, Preetz und Schwentinental.
Bereits in den vergangenen Wochen wurden die Polizeilichen Kriminalstatistiken (PKS) 2023 der Länder und Regionen veröffentlicht, die einen brisanten bundesweiten Trend in aller Deutlichkeit zeigen. Konkret: dass die Kriminalität seitens nichtdeutscher Tatverdächtiger wächst sowie Ausländer überproportional zu ihrem Bevölkerungsanteil in den Statistiken vertreten sind. Am Dienstag, den 9. April, wird Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) die Bundes-PKS von 2023 zusammen mit dem Präsidenten des Bundeskriminalamts (BKA) Holger Münch veröffentlichten.

Stellt am Dienstag (9. April) offiziell die Polizeiliche Kriminalstatistik vor: Innenministerin Nancy Faeser (SPD).
Plön ist ein mit seiner Landschaft an der Ostsee ein Paradies für Segler. Der Landkreis bietet eine fast 50 Kilometer lange Ostseeküste und rund 80 Seen. Ein bekannter Wohn- und Urlaubsort in Plön ist zum Beispiel die Gemeinde Ostseebad Laboe. Sie liegt am Ostufer der 17 Kilometer langen Kieler Förde. Die Gemeinde nennt sich auch gerne: „Die Sonnenseite der Kieler Förde.“

Die Gemeinde Ostseebad Laboe im Kreis Plön in Schleswig-Holstein.
Straftaten im Landkreis Plön steigen an
In dem Landkreis ist nun die absolute Zahl der ermittelten Tatverdächtigen mit 2410 im Jahr 2023 leicht gestiegen. 2022 waren es noch 2256 tatverdächtige Personen. Auch die Gesamtzahl der Straftaten stieg mit einem Stand von 5239 Fällen um 58 Stück (2022: 5181) – dies ist ein Anstieg im zweiten Jahr in Folge nach vielen Jahren kontinuierlicher Rückgänge.
Darunter stieg die Zahl der registrierten Sexualdelikte auf 101 Fälle (2022: 83). Dies liege vor allem an „an einem weiteren Anstieg der Fälle von sexueller Belästigung“, so der Polizei-Bericht. Insgesamt steigen Sexualdelikte im Jahr 2023 um rund 22 Prozent.
Bei Rohheitsdelikten wurden in dem kleinen Landkreis 929 Fälle erfasst – im Vorjahr waren es noch 853. Die Zahl der Fälle ist stärker (+8,6 Prozent) angestiegen als die Zahl der Gesamtstraftaten.
Die Deliktsverteilung zeigt, dass Diebstahldelikte mit rund 35 Prozent den weitaus größten Anteil der Straftaten ausmachen, darunter Diebstahl aus Autos und Läden. So steigt der Ladendiebstahl im Kreis Plön um 18,5 Prozent. Auch Einbrüche steigen um 12 Prozent. Insgesamt wurden 139 (Vorjahr: 124) Einbruchsfälle für das Jahr 2023 bekannt. Zudem steigen sowohl Raub als auch Körperverletzung über vier Prozentpunkte.

Das Plöner Schloss aus dem 17. Jahrhundert liegt am Ufer des Großen Plöner Sees in Schleswig Holstein.
Anteil von Tatverdächtigen ohne deutschen Pass steigt auf 20 Prozent
Noch behält der Kreis Plön zwar seinen Stellenplatz als sicherster Landkreis in Schleswig-Holstein.
Aber: besonders auffällig ist bei dem Anstieg, dass von den ermittelten 2400 Tatverdächtigen – ausländerrechtliche Verstöße ausgenommen – 478 keinen deutschen Pass hatten (2022: 375).
Das bedeutet, dass der Anteil ausländischer Tatverdächtiger bei 19,92 Prozent liegt – 2022 lag er noch bei 16,65 Prozent. Der Anteil an der Wohnbevölkerung wiederum beträgt allerdings nur 6 Prozent.
Heißt im Klartext: Sogar in dem beschaulichen Plön klettert der Anteil ausländischer Tatverdächtiger auf rund 20 Prozent! Jeder fünfte ermittelte Tatverdächtige war also im Jahr 2023 nicht deutsch.
Als nichtdeutsche Tatverdächtige werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik Personen definiert, die eine ausländischer Staatsangehörigkeit haben oder dessen Staatsangehörigkeit ungeklärt ist. Personen, die neben dem deutschen Pass eine weitere Staatsangehörigkeit besitzen, zählen seit 2008 als Deutsche.
Zara Riffler
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