Politik in der Musik: Wie Staat und ÖRR rechte Musik verbieten, aber linke fördert
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Der Autor distanziert sich von jeglicher genozidaler Ideologie. Er möchte im folgenden Stück nichts relativieren, sondern auf eine Doppelmoral hinweisen.
Seit jeher nutzen politische Radikale die Musik, um ihrer Idee die nötige Ästhetik zu verleihen.
Ob Lieder über die Revolution in der UdSSR, SS-Marschlieder oder der Oktoberklub in der DDR – da wo eine menschenfeindliche Ideologie stattfindet, wird musiziert.
Dieser Trend hat nie nachgelassen, ob durch die sogenannten Schulhof-CDs in den 90ern und 2000ern, die den Schülern Naziparolen in Form von Rockmusik näherbrachten oder linksradikale (Elektro-)Punkbands, die sich das Ende von Deutschland wünschten.
Festivals
Musik verändert sich und so verändert sich auch die politische Musik. Aus Marschliedern wurden Rock, elektronische Tanzmusik und Rap. Manchmal muss die Musik nicht einmal mehr politisch sein und es reicht, wenn die Szene drumherum durch und durch politisiert ist, wie auf dem Fusion Festival. Das Fusion Festival ist das größte linke Festival, gefühlt mit politischer Agitation, Romantisierung des Kommunismus und einer Ablehnung von Heimatliebe. Das Festival bezog in der Coronakrise finanzielle Hilfe vom Ministerium für Kultur und Bildung. Auf weitere Anfragen zur Finanzierung durch Steuergelder erhielt NIUS keine Antwort.

Besucher eines Rechtsrock-Festivals
Doch während dieses linke Festival Steuergelder erhielt und sogar vom Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunk (ÖRR) beworben werden, bekommen rechte Festivals Probleme mit dem Gesetz:
Ein geplantes Rechtsrock-Konzert in Mattstedt bei Weimar wurde durch das Verwaltungsgericht Weimar gestoppt, da fehlende Genehmigungen von Grundstückseigentümern vorlagen. Das Festival hätte tausende Rechtsextremisten angezogen. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und Innenminister Georg Maier (SPD) begrüßten das Verbot und betonten die Wichtigkeit, gegen solche Veranstaltungen vorzugehen.
Das ist bei weitem kein Einzelfall: Aus Angst vor einem Verbot finden Rechtsrockkonzerte oftmals getarnt statt, zum Beispiel als Verlobungsfeier. So lief es in Neumünster ab, hier versammelten sich 400 Rechtsrock-Fans unter falschem Vorwand für ein Geheimkonzert. Es wurde schließlich von der Polizei aufgelöst.
Unzählige Rechtsrock-Alben sind indiziert und selbst weltberühmte Bands wie Pantera werden von Rock am Ring ausgeladen. Ironischerweise durfte die linke Rapgruppierung K.I.Z. und linke Bands wie Rise Against und NOFX beim selbigen Festival ohne Probleme auftreten.
Dabei positioniert sich die erfolgreiche Rap-Crew K.I.Z. als links bis linksextrem – Crewmitglied Maxim sagte in einem Interview mit ALL GOOD: „Ich fände es natürlich schöner, wenn alle Menschen auf der Welt nur Linksradikale wären“. K.I.Z. darf trotz teilweise brutalen, ironischen und hyperbolischen Texten auf allen möglichen Festival auftreten, wird vom ÖRR beworben und standen beim Label „Royal Bunker“ unter Vertrag, welches vom linksradikalen Marcus Staiger gegründet wurde.
Wenn ich Promo brauch', leugne ich den Holocaust
Wie soll ich ein Rassist sein in meiner Schokohaut
Ich trage einen Bastrock aus 100 Euro-Scheinen
Steche mit Betäubungspfeilen auf Schäuble ein
K.I.Z. - Lass die Sau raus
An dieser Stelle wäre es wichtig zu erwähnen, dass diese Rap-Formation ebenfalls im ÖRR beworben wurde - das sogar relativ oft. Das. Album „Sexismus gegen Rechts“ von welchem der zitierte Track stammt wurde von der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz auf jugendgefährdende Inhalte (BPjM) überprüft, eine Indizierung wurde jedoch abgelehnt.
Der Deutschrapper Bushido hingegen bekam sein Album „Sonny Black“ indiziert, da es verrohend auf die Jugend wirke – oder vielleicht weil Bushido zuvor den Tod der falschen Politiker auf seinem Track „Stress Ohne Grund“ berappte:
Was für Vollmacht? Du Schw*chtel wirst gefoltert
Ich schieß' auf Claudia Roth und sie kriegt Löcher wie ein Golfplatz
Shindy (feat. Bushido) - Stress Ohne Grund
Künstlerische Freiheit gibt es wohl nur, wenn man den Tod von rechten bzw. konservativen Politikern berappt – bei linken Politikern ist die BPjM konsequent und indiziert drauf los. Eine unverkennbare Doppelmoral.

Vinnie Paul Abbott, Mitbegründer und Schlagzeuger der Metal-Band Pantera
Doppelmoral und Disarstar
Nun muss sich ein demokratischer Staat entscheiden, ob er jede Meinung und Agitation zulässt oder jede gefährliche Ideologie bekämpft.
Es kann nicht sein, dass Linke vom Staat gefördert werden, während Rechte bekämpft werden. Beide Ideologien gehören entweder verboten oder im demokratischen Diskurs geduldet.
Während Alben mit NS-Symbolik in Deutschland nicht weiterverkauft werden dürfen, bekommen Kommunistenrapper, wie Disarstar eine Bühne geboten. Sie werden zu ÖRR-Formaten eingeladen und dürfen unkritisch ihre Standpunkte erläutern, ihre Alben werden von ÖRR-Formaten beworben und Konzerte dürfen ungehindert stattfinden.
Disarstar ist nicht der einzige linke Rapper der nahezu unkritisch von ÖRR beworben wird – auch die linke Rap-Formation „Waving The Guns“ findet bei Puls vom Bayerischen Rundfunk statt.

Der linke Rapper Disarstar.
Während Disarstar sich über die unfairen Verhältnisse in der kapitalistischen Gesellschaft aufregt und darüber spricht, wie schwer man es als Linker hat, genießt er einen Deal mit einer Sony-Tochtergesellschaft. Er spielt auf den größten HipHop-Festivals und findet allgemein in der Mitte der Rap-Landschaft statt – vielleicht nicht zwischen den Shishabarrappern, aber dafür zwischen den Rappern mit Aussage und „Köpfchen”.
Dass Disarstars antisemitische Vergangenheit kein Grund zum „Canceln” ist, wundert einen beim ÖRR und in der HipHop-Szene natürlich nicht.
Auf dem Lied „Roter Stern“ von dem er sich mittlerweile „distanziert“, rappt er:
Ich sag: Freiheit für Palästina, bring den Frieden mit
Wusstest du eigentlich, dass der Stabschef von Amerika Israeli ist
Was fürn Zufall, sie belügen dich
Wusstest du, dass der größte Sponsor von Obamas Wahlkampf jüdisch ist
Die Menschen geben sich auf, ja, sie fügen sich
Das ist Realität für die Wenigen, die das, was ich erzähle, verstehen
Grund genug, um ihn trotz Distanzierung aus dem linken Mainstream zu verbannen, würde man meinen.
Warum hier mit zweierlei Maß gemessen wird, bleibt unklar. Die neuen Tracks sind weitaus bekömmlicher, aber beinhalten klare marktfeindliche Narrative und schieben die Schattenseiten der westlichen Zivilisation auf den Kapitalismus. Dass dieser die Lebensqualität global angehoben hat, lässt man geschickt aus. Romantische Revolution wirkt einfach ästhetischer und dass diese fast immer im Genozid, Klassizid und millionenfachen Leid endete kann man ja auch vergessen zu erwähnen.
Glaub mir, auf eins ist Verlass
Friede der Hütte und Krieg dem Palast
Disarstar - Grauburgunder
Entweder Kunstfreiheit oder neutrale Zensur
Jugendliche hören die simplifizierte Analyse von globalen Prozessen und glauben sie, sofern sie gut klingt. Ob das nun durch Rechtsrock oder Linksrap. Ob auf nem Nazirockfestival oder beim Ferienkommunismus.
Eine befreite Gesellschaft muss alle Meinungen akzeptieren, tut sie das nicht und nennt sie sich „wehrhafte Demokratie”, dann muss die Zensur durch die Bank weg jeden Verfassungsfeind stummschalten.
Eine absolute Kunst- und Meinungsfreiheit ist derzeit nicht gegeben.
Die Musikindustrie ist auf dem linken Auge blind und der ÖRR trägt links ein Monokel.
Amir Makatov
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