„Prüfen von Ausreiseaufforderungen illegal eingereister Ausländer“: Rostock sucht „Sachbearbeiter Remigration“
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In Mecklenburg-Vorpommern setzt man auf „Remigration“. Zumindest wenn es nach den Stellenausschreibungen in der größten Stadt des nordöstlichen Bundeslandes geht. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt sucht Rostock einen „Sachbearbeiter Remigration“.
In der Stellenausschreibung der Verwaltung heißt es: „Bei der Hanse- und Universitätsstadt Rostock ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die o.g. Planstelle befristet als Krankheitsvertretung gem. § 14 Abs. 1 Nr. 3 TzBfG in Vollzeit mit 39 Wochenstunden im Stadtamt zu besetzen.“ Zuerst hatte die Junge Freiheit über die Ausschreibung berichtet.
Was aber sind die genauen Tätigkeiten des Sachbearbeiters? Zunächst geht es um das „Bearbeiten, Prüfen und Entscheiden von Anträgen ausreisepflichtiger Ausländer*innen auf Erteilung von Aufenthaltserlaubnissen“. Der Sachbearbeiter soll zudem über Duldungen oder Abschiebungen „bei Erlöschen der Aufenthaltsgestattung“ verfügen. Auch das „Prüfen und Verfügen von Ausreiseaufforderungen illegal eingereister Ausländer*innen oder rechtskräftig abgelehnter Asylbewerber*innen“ liegt in seinem Aufgabenbereich.

Der Sachbearbeiter soll sich auch um Rückkehrberatung kümmern.
Rostock lockt mit guten Arbeitsbedingungen
Ebenfalls vorgesehen ist eine „Rückkehrberatung“ für Migranten. „Rechtskräftig abgelehnte Asylbewerber*innen“ sollen zur Ausreise aufgefordert werden. Gleichzeitig müsse die Person „deutsche und ausländische Staatsangehörigen in aufenthalts- und asylrechtlichen Angelegenheiten“ beraten können.
Vorraussetzung für die Bewerbung ist möglichst ein Fachhochschulabschluss im Bereich „Öffentliche Verwaltung“ oder „Rechts- oder Verwaltungswissenschaften“. Zudem benötige man eine „Affinität zu den Themen Migration und Integration (Ausländer- und Aufenthaltsrecht, Asyl)“.
Die Stadt wirbt für die ausgeschriebene Stelle mit guten Arbeitsbedingungen in maritimer Umgebung. Nicht nur sei die Ostsee in der Nähe, sondern Rostock biete auch als familienfreundliche Stadt attraktive Möglichkeiten.
In der Hansestadt regiert die Linkspartei
Auch die Verdienstmöglichkeiten sollen Bewerber anlocken. Auf dem Karriereportal ist die Vollzeitstelle als TVöD, Entgeltgruppe 11, ausgeschrieben. Konkret bedeutet dies für eine 39-Stunden-Woche einen Bruttoverdienst von mindestens rund 3.652,64 Euro monatlich. Mit langjähriger Arbeitserfahrung kann die Besoldung auf bis zu 5.379,28 Euro anwachsen. Bewerbungsschluss ist der 20. Februar.

Die Oberbürgermeisterin von Rostock setzt in der Verwaltung auf Remigration.
Besonders brisant: In der Hansestadt regiert seit Februar 2023 Eva-Maria Kröger als Oberbürgermeisterin, die der Linkspartei angehört.
Das Wort „Remigration“ geriet in den vergangenen Wochen vermehrt in die Schlagzeilen, nachdem Correctiv über ein privates Treffen in Potsdam berichtet hatte, bei dem Martin Sellner, Kopf der Identitären Bewegung, sein Konzept der „Remigration“ vorgestellt hatte. Eine Sprachjury kürte den Begriff anschließend zum „Unwort des Jahres“.
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Die Correctiv-Geschäftsführerin arbeitete für das Bildungsministerium – und das finanziert Correctiv.
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