Queer-Beauftragter von Berlin beschimpft Frauen als „Hündinnen“
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Die Stadt Berlin hat vor wenigen Tagen ihren ersten Queer-Beauftragten ernannt: Den SPD-Politiker Alfonso Pantisano. Das Problem: Auf Twitter beleidigte er kritische Frauen als „Hündinnen“. Jetzt soll er den Tweet bereuen.
Pantisano bekam seinen Posten auf Vorschlag der Berliner Senatsverwaltung für Integration. Applaus gab es dafür von der ehemaligen Bürgermeister Franziska Giffey und von Ex Kanzlerkandidat Martin Schulz und zahlreichen SPD-Politikern. Pantisano soll jetzt Ansprechpartner für die queeren Communitys der Stadt sein und Lesben, Schwule, bisexuelle sowie trans- und intergeschlechtliche Menschen unterstützen.
Dabei gilt der 46-jährige Schwabe als kontrovers, unter anderem weil er im Jahr 2022 auf Twitter Alice Schwarzer als „Hündin“ bezeichnete. In einer Twitter-Konversation über das Magazin Emma, schrieb Pantisano über die feministischen Meilensteine Alice Schwarzers: „Meilensteine sind nichts wert, wenn man den eigenen Hündinnen erlaubt, ihre Notdurft dort zu hinterlassen.“ Grund für diese Beleidung war die kritische Haltung Alice Schwarzers gegenüber des woken Aktivismus.

Um diesen Tweet geht es
In anderen Tweets beleidigte Partisano kritische Frauen mehrmals als „Terf“, beteuerte, dass er „als Feminist“, sehr wohl das Recht habe „für alle Frauen zu sprechen“ und forderte im aggressiven Tonfall, dass Frauen Transfrauen in ihre Schutzräumen aufnehmen sollen. „Trans* Frauen sind Frauen und nehmen selbstverständlich am Frauensport teil und bekommen sehr wohl Einlass am Damensaunatag – was denn sonst???“
Alle Tweets wurden mittlerweile gelöscht. Lediglich für den Hündinnen-Tweet entschuldigte sich Partisano jetzt in einem Interview der Berliner Zeitung.
Dort heißt es: „In diesem Tweet habe ich bedauerlicherweise die Leinwand verhunzt. Sagen wollte ich was ganz anderes: Ich hatte das schreckliche Bild der sogenannten Kettenhunde im Kopf, die einfach so um sich beißen, ohne Rücksicht auf Verluste. Der Tweet war zu lang, ich musste kürzen und dabei nahm ich „Ketten“ weg und es blieben „Hündinnen“ übrig. Was ich sagen wollte, ist egal. Was zählt, ist, was ich am Ende tatsächlich geschrieben habe. Und dafür schäme ich mich heute immer noch sehr. Den Tweet löschte ich kurz nach dem Posten sofort wieder und bat auch um Entschuldigung.“
Passend dazu: NIUS Original „Trans ist Trend: Wie eine Ideologie unser Land verändert“
Judith Sevinç Basad
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