Rauchtöpfe, Gefechte mit der Polizei, verwüstete Autos: Afghanische Flüchtlinge randalieren in Paris
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Es sind Bilder, die an schwere Ausschreitungen wie zu Zeiten der Gelbwesten-Proteste erinnern: In Paris ist es am Wochenende zu schweren Ausschreitungen im 11. Bezirk gekommen. Randaliert hatten aber nicht regierungskritische Gelbwesten, sondern afghanische Asylbewerber, die eigentlich ihrer verstorbenen Landsmänner gedenken wollten.
Bilder auf sozialen Medien wie Tiktok oder X zeigen, wie sich hunderte Afghanen Gefechte mit Polizisten liefern und anliegende Läden, Schaufenster und Autos zerstören. Gastronomen in der Rue de Charonne, in der es zu den Ausschreitungen kam, berichteten am Sonntag auf dem Kanal CNews über Stühle und Tische, die durch die Luft flogen und Ladenzeilen, die komplett abgesperrt werden mussten. Zudem zündeten die Afghanen zahlreiche Rauchtöpfe und griffen mehrfach Polizisten an.
Auf Videos ist zu sehen, wie es zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Afghanen und Beamten kam, die nach eigener Aussage Tränengas einsetzen mussten. Insgesamt wurden vier Personen bei den Gefechten festgenommen.

Die Mitteilung der Pariser Polizeipräfektur
Mahnwache für Opfer vom 7. April eskaliert in Gewalt
Anlass der Ausschreitungen ist ein Vorfall vom 7. April. An jenem Sonntag kam es in der besagten Rue de Charonne – also dem Ort der Ausschreitungen – zu einer Explosion am Abend. Die Polizei fand drei Leichen in einer Mietwohnung. Das Feuer, das im siebten Stock eines achtstöckigen Gebäudes in der Rue de Charonne 146 ausbrach, erforderte den Einsatz von fast 70 Feuerwehrleuten aus Paris und siebzehn Löschfahrzeugen, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen.
Nachdem anfangs über die Ursache und Hintergründe der Explosion und des Brands gerätselt worden war, stellte sich später heraus, dass eine der beiden Leichen, die in den Überresten des Feuers gefunden wurden, eine Wunde im Kopf aufwies, die von einem ballistischen Geschoss stammte. Wenig später übernahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen. Schließlich formulierten die Behörden den Verdacht eines Doppelmords im afghanischen Milieu. Dabei könnte der afghanische Vermieter der Wohnung zwei afghanische Asylbewerber erschossen haben, bevor er den Tatort in Brand steckte, um Spuren seines Verbrechens zu beseitigen, berichtet Le Parisien.
Frankreich als „Fußabtreter der Welt“?
Unklar ist hingegen, warum die Mahnwache schließlich eskalierte. Am 20. April verbreiteten sich schnell Videos aus der Rue de Charonne, die Gewalt zeigen. Diese riefen schnell größere Empörung unter Usern auf sozialen Medien und rechten Politikern hervor. „Ich habe genug davon, dass unser Land zum Fußabtreter der Welt wird, das Land, in dem wir völlig ungestraft alles tun können“, schrieb der Parteivorsitzende des Rassemblement National, Jordan Bardella. Eric Zemmour, Gründer von Reconquête, teilte mit: „In Paris sorgen afghanische Migranten für Aufruhr. Sie kommen illegal nach Frankreich, kolonisieren und zerstören unsere Straßen.“ Und Marion Maréchal, die Vorsitzende der Reconquête, forderte die Randalierer auf, „nach Hause, nach Afghanistan zurückzukehren“ – und beklagte, dass „kein Medium die Bilder“ dieser Szenen des Chaos verbreitet habe.

Forderte die Randalierer auf, „nach Afghanistan zurückzukehren“: Marion Maréchal von Reconquête.
Warum berichten so wenige Medien?
In der Tat tauchten die Bilder zwar auf zahlreichen reichweitenstarken X-Kanälen wie Visegrad24 oder Radio Genoa auf und sorgten dort für viel Empörung, in den Medien jedoch blieb eine größere Berichterstattung aus. Erst am Sonntagabend wurde das Thema bei Le Journal Du Dimanche aufgegriffen – und bei CNews thematisiert. Auch in Deutschland hatte bis Montag kein Medium darüber berichtet.
In Frankreich leben mehr als 60.000 Afghanen, wenngleich die Gruppe 2023 mit mehr als 17.000 neuen Asylanträgen die am stärksten wachsende Gruppe der Asylsuchenden in Frankreich war. Damit lebt in Frankreich nach Deutschland, Großbritannien, Schweden und Niederlanden die fünftgrößte afghanische Diaspora in Europa.
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Jan A. Karon
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