Regen und Kälte: So absurd schüren ARD und ZDF trotzdem Klima-Panik
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Regen, Tiefs, grauer Himmel - das Wetter in Deutschland bietet derzeit wenig Anlass, Angst und Panik vor dem Klimawandel zu verbreiten. Kein Grund für viele Medien, allen voran ARD und ZDF, das nicht trotzdem zu tun. NIUS hat einige Fälle zusammengetragen.
Es ist kalt in Deutschland, und das bleibt erstmal so. Auch Katja Horneffer kann diese Tatsache im Wetter-Bericht des heute journal nicht wegreden. Doch Horneffer wäre nicht beim ZDF engagiert, gelänge ihr nicht trotzdem der Schwenk zum aktuellen Lieblingsthema der deutschen Medien: dem Klimawandel.
Der Beitrag beginnt schon mit einem absolut irrsinnigen Satz: „Jetzt wird der Regen wärmer.“ So, als hätte die Temperatur des Regens einen Einfluss auf das Wärmeempfinden der Deutschen. Die wenig elegante Überleitung der Meteorologin: „Viel interessanter vielleicht ist die Hitze am Mittelmeer.“ Warum die Temperaturen im Mittelmeerraum für den deutschen Zuschauer „viel interessanter“ sein sollen, bleibt offen. Stattdessen erfährt er, dass sich die Hitze dort in den nächsten Tagen „jedenfalls mal vorübergehend“ in Richtung Osten verabschieden wird.
Die Kälte im deutschen Sommer verkommt zur Nebensache – kein Wunder, schließlich dient sie nicht als Beleg für die Gefahr durch den Klimawandel.
Auch Karsten Schwanke wählt in den Tagesthemen eine ähnliche Strategie. Nachdem der Meteorologe darüber informiert, dass der Tag ein ziemlich kalter mit bis zu 37 Litern Niederschlag pro Quadratmeter war, und dass es in Europa zwei bis drei Grad kälter ist „als normal“, wiegelt er ab: „Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die blauen Flecken auf der Erdoberfläche immer seltener zu sehen sind, weil es immer mehr zu warme Gegenden gibt.“
Schwenk aufs Wetter gleicht Realsatire
Der Juli 2023, erklärt der Wetterexperte, sei laut Weltorganisation für Meteorologie der heißteste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen. Dabei ist die „globale Mitteltemperatur“ ein reines Modell-Kontrukt mit wenig Aussagewert für einzelne Regionen auf der Erde. Zudem unterliegen Temperaturen und demenstprechend ihre Summen hohen Messabweichungen.
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Der folgende Schwenk aufs Wetter in Deutschland gleicht dann einer Realsatire: Schauer, Regen, eine Wolkendecke, die sich über das gesamte Bundesgebiet erstreckt. Eine Diskrepanz, die keiner der Verantwortlichen wahrzunehmen scheint.
Dass der Juli der heißeste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden soll, berichtet auch die Tagesschau. "Die Welt sitze auf einem heißen Stuhl", zitiert Moderator Jens Riewa UN-Generalsekretär António Guterres.
Kurz darauf dann auch hier eine Überleitung zu den Temperaturen in Europa, die völlig absurd anmutet : Es regnet, Wolken hängen über ganz Deutschland, die Temperaturen sind unterdurchschnittlich kalt. Der Sprecher kann nur eingestehen: „Am unbeständigen und nur mäßig warmen Wetter ändert sich in den folgenden Tagen wenig“.
Janina Lionello
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