Reisegruppe mit behinderten Menschen in der Türkei nach FTI-Pleite vor die Tür gesetzt
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In Antalya in der Türkei hat eine Rostocker Reisegruppe die Auswirkungen der Pleite des europäischen Reisekonzerns FTI zu spüren bekommen. Dabei handelte es sich um eine Gruppe geistig behinderter Personen und ihrer Betreuer, die ihren Aufenthalt über ein Reisebüro in Rostock gebucht hatten, wie der NDR berichtet. In der Türkei angekommen, stellte sich heraus, dass der Reiseanbieter die Übernachtungskosten nicht gezahlt hatte. „Dann haben sie uns Zettel in die Hand gedrückt. Darauf standen die Preise von den Zimmern“, erklärt ein Betreuer vom Ambulant betreuten Wohnen Rostock (AbW). Und die Reisegruppe aufgefordert, ihren Aufenthalt zu bezahlen.
Das Hotel soll 12.000 Euro verlangt haben, obwohl die AbW-Gruppe die Übernachtungsgebühren bereits vorab gezahlt hatte. „Kompletter Preis – oder gar nicht“, soll der Hotelmanager im Anschluss gesagt haben. „Dass die uns da einfach so herausschmeißen, das kann man so nicht machen.“ Schließlich sei ersichtlich gewesen, dass es sich um eine Gruppe Menschen mit Behinderungen handelte, einige seien auf Medikamente angewiesen.

Reiseziel der AbW: Antalya in der Türkei.
Übernachtet habe die Gruppe letztlich auf dem Flughafen, teilweise auf Sitzen in einer großen Halle, teilweise auf dem Boden, so der Betreuer. Erst am Folgetag ging es zurück nach Deutschland. Ob die Reisekosten nun zurückerstattet werden, sei bislang noch unklar. Er sei rückblickend noch „ein bisschen geschockt von diesem Erlebnis“, sagt der Betreuer.
Auch für die Folgewoche hatte die AbW nach eigenen Angaben eine weitere Türkei-Reise gebucht. Außerdem sei aber auch eine Woche „Ferienlager“ in Silz in der Mecklenburgischen Seenplatte geplant. Man versuche nun, den Betroffen als Alternative Urlaub im eigenen Land anzubieten.
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