Reparatur-Kosten explodieren: Marder-Alarm für E-Auto-Fahrer
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- Erhebliche Kosten: Marderschäden an Elektroautos verursachen hohe Reparaturkosten, insbesondere durch den Austausch des Hauptkabelstrangs.
- Versicherungsprämien: Die zunehmenden Schäden könnten die Versicherungsbeiträge in die Höhe treiben.
- Technische Lösungen: Experten erwarten langfristige technische Lösungen, um der Marderbiss-Problematik zu begegnen.
Marder fühlen sich von den Motorräumen der Autos angezogen und verursachen durch ihr Knabbern jährlich Schäden in Millionenhöhe. Insbesondere Elektroautos stehen vor einer teuren Herausforderung. Markus Schulligen, ein Kfz-Meister, erklärt gegenüber Tagesschau.de, dass bei Elektrofahrzeugen oft der „aufwändig isolierte Hauptkabelstrang“ betroffen ist.

Nur bei Produktion gut erreichbar: Für das nachträgliche Verlegen eines Kabelstrangs müssen viele Komponenten wieder demontiert werden.
Das Dilemma: Hochvolttechnik darf nicht repariert werden, wodurch der gesamte Kabelstrang ausgetauscht werden muss – eine Reparatur, die Tausende von Euro kosten kann.
Allein der Aus- und Einbau des Kabelstrangs kostet schnell 1.000 Euro. „Hochvoltkabel kann man nicht so einfach tauschen, wenn da ein Marder reinbeißt“, sagt Carsten Reinkemeyer, Leiter Sicherheitsforschung des Allianz Zentrums für Technik (AZT), gegenüber 24auto.de.
Insgesamt können so laut dem Experten bis zu 7.000 Euro Reparaturkosten fällig werden. Die Kosten schießen auch deshalb in die Höhe, weil zahlreiche Prüfungen und Diagnosen notwendig seien, bevor das Auto auf der Straße wieder rollen kann.

Die Hochvolt-Kabel ziehen sich oft von den Motoren an den Achsen über den gesamten Unterboden, wo meist E-Autos ihre Akkus verbaut haben. Diese Beispielgrafik zeigt den Unterbau eines Porsche Taycan.
Versicherungen unter Druck
Die Reparaturkosten werden häufig von den Versicherungen übernommen. Allerdings könnte die wachsende Zahl von Elektroautos und die damit verbundenen Marderschäden die Versicherungsprämien in die Höhe treiben. Niklas Burmester, Geschäftsführer des saarländischen Kfz-Verbands und der Kfz-Innung, erwartet, dass die steigenden Schadenssummen die Versicherer beeinflussen werden, was zu höheren Beiträgen führen könnte.

Marder nisten sich nur allzu gerne nachts in Autos und knabbern auf Isolierungen von Kabeln und Schläuchen herum.
Bessere Technologie als Lösung?
Langfristig wird damit gerechnet, dass technische Lösungen, wie bissfestere Kabel, das Problem lösen könnten. Die Versicherungsbranche wird voraussichtlich Druck auf die Hersteller ausüben, um eine Lösung zu finden. Elektroautos sind bereits besser gegen Marderbisse geschützt, dank spezieller Schutzrohre und dicker Isolierungen für Hochvoltkabel.
Mit den steigenden Verkaufszahlen von Elektroautos wird das Marder-Problem zu einer ernsthaften Angelegenheit für Autobesitzer und Versicherer.
Philippe Fischer
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