Schlesinger-Affäre: Anwaltskosten des RBB steigen auf über zwei Millionen Euro
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- Die Kosten der rbb-Compliance-Untersuchung gegen Ex-Intendantin Patricia Schlesinger steigen stetig weiter.
- Laut rbb24 belaufen sie sich aktuell auf rund 2 Millionen Euro.
- Der neue Rundfunkrat kritisiert das Vorgehen der beauftragten Anwalts-Kanzlei.
Im Januar war noch von 1,4 Millionen Euro die Rede, nach einem aktuellen Bericht von rbb24 ist nun klar: Die Anwaltskosten, die der Sender - und damit die Beitragszahler - in der Affäre um Ex-Intendantin Patricia Schlesinger tragen muss, belaufen sich nach aktuellen Berechnungen auf mehr als zwei Millionen Euro.
Nach Informationen von rbb24 wurde die Compliance-Untersuchung an die Kanzlei Lutz Abel im Sommer 2022 „freihändig vergeben und die Vergabe nicht dokumentiert". Der rbb gibt „Zeitdruck" als Grund dafür an. Der Verwaltungsrat will nun die Rechtmäßigkeit der sehr teuren Vergabe prüfen.
rbb24 liegt laut eigenen Angaben eine Rechnung aus dem März 2023 vor, nach der die zuständige Kanzlei Lutz Abel allein im März für 13 Anwälte 180.000 Euro abrechnete. Ein Abschlussbericht der Compliance-Untersuchung liege bislang allerdings noch nicht vor. Dass dieser immer wieder verschoben wordenwar sorgt immer wieder für Kritik, der RBB-Verwaltungsrat hat nun den 30. Juni als Frist zur Abgabe gesetzt.
Janina Lionello
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