„Schweinehälftenspeicher“: Grüner will Kühlhaus mit Tierkadavern als Stromspeicher nutzen
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Wenn Grüne sich Gedanken über Innovationen machen, dann sind diese Gedanken in der Regel realitätsfern und ideologiegetrieben. So auch die neueste Idee zum Thema Energiespeicher, für die sich der grüne Landtags-Abgeordnete Michael Joukov aktuell auf X feiert.
Energie in getöteten Tieren zu speichern: Dass diese Idee von einem Grünen stammt, ist ziemlich absurd, trifft aber trotzdem zu. Michael Joukov, Abgeordneter der Grünen im Baden-Württembergischen Landtag, schreibt auf X:
„Praktisches Beispiel zum Thema #Stromspeicher – ich stehe vor einem ‚Schweinehälftenspeicher‘! #Energiewende #glaubtnichtdenPanikmachern! #KlugeLaststeuerung #Erneuerbare“.
„Hier kann man wunderbar Energie speichern“
Im Video, das er vor dem Schlacht- und Kühlhaus des Unternehmens „Ulmer Fleisch“ aufgenommen hat, erklärt er dann im Dialog mit sich selbst, was genau er damit meint:
„Hier kann man wunderbar Energie speichern. Ja wie? Ja ganz einfach: Wenn Strom im Überfluss da ist, am besten erneuerbarer, dann kann man das Kühlhaus sehr tief runterkühlen und dann bleibt es kalt und dann kann man zu Zeiten, wenn der Strom woanders benötigt wird, die Kühlung abstellen. Es ist immer einfacher mit dem Strom Arbeit zu verrichten und die dann zu speichern, als originäre Stromspeicher zu bauen. So ein Strom-Einmachglas ist immer sehr teuer.“
Die Idee von Joukov ist aus mehreren Gründen realitätsfern. Zum einen spielt Temperaturkonstanz für die Haltbarkeit von Tiefkühlfleisch eine entscheidende Rolle. Staatliche Vorschriften zwingen Lagerhalter, die Ware, deren Kühlung unterbrochen war, zu vernichten.
Dass ein Kühlhaus einfach tagelang abgeschaltet wird, ist vor diesem Hintergrund undenkbar.
Und: Das, was Joukov als „Strom speichern“ bezeichnet, geht in Wirklichkeit eher in Richtung eines „Ballastabwurfs“, einem Vorgehen, das in der grünen Logik die Zukunft darstellt und sich in mehreren Papieren, beispielsweise der grünen Denkfabrik „Agora Energiewende“ findet. Demnach soll in einem Moment, in dem in einem Bereich zu wenig Energie vorhanden ist, ein anderer ferngesteuert abgeschaltet werden.
Annalena Baerbock wollte Netz mit hochgefahrener Hähnchen-Kühlung entlasten
Die grüne Außenministerin Annalena Baerbock hat ein solches Vorgehen bereits 2021 in der Sendung Maischberger beworben. Man werde, so Baerbock, im Energiemarkt-Design der Zukunft beispielsweise Kühlungen von Hähnchen von minus 22 auf minus 20 Grad hochfahren und damit das Netz entlasten.
Redaktion
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