Schweiz verhindert Islamisten-Auftritt – aber in Deutschland darf er vor Hunderten predigen!
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Am Wochenende verhinderten die Schweizer Behörden einen Auftritt des berüchtigten Hass-Predigers Abu Alia in einer Moschee. Nachdem der Islamist nach Deutschland zurückgeschickt wurde, predigte er dann vor hunderten Menschen in Nordrhein-Westfalen.
Samstag, der 30. März: der Salafist Abu Alia sollte in Biel (Schweiz) in einer albanischen Moschee einen Vortrag halten. Doch die Schweizer Behörden machten dem Islamisten einen Strich durch die Rechnung – das Schweizer Einreiseverbot wurde knallhart durchgesetzt. Die Kantonspolizei Bern griff Abu Alia noch vor seiner Predigt auf und brachte ihn zurück an die deutsche Grenze.
Zurück in Deutschland ging es für Abu Alia dann nach Nordrhein-Westfalen. Noch am darauffolgenden Tag, am Ostersonntag, den 31. März, predigte er vor hunderten Anhängern in Mülheim an der Ruhr. Dies zeigen Videos in den sozialen Medien.

Noch am Samstag wurde Abu Alia (r.) von den Schweizer Behörden zurückgewiesen – schon am Sonntag stand er in Nordrhein-Westfalen auf der Salafisten-Bühne.
In Deutschland darf Abu Alia vor hunderten Menschen Salafismus predigen
Der Deutsch-Grieche Abu Alia – bürgerlicher Name: Efsthathios T. – ist dem NRW-Verfassungsschutz als Größe der salafistischen Szene hinlänglich bekannt. Er gilt als Hass-Prediger und wurde bereits in Deutschland als sogenannter „Gefährder“ eingestuft. Heißt: Die Sicherheitsbehörden sahen das Risiko, dass von Abu Alia Straftaten von erheblicher Bedeutung (z.B. Terror) ausgehen könnten.
In einem großen Veranstaltungssaal in Mülheim an der Ruhr trat Abu Alia zusammen mit dem Salafisten Abdelhamid auf. Anwesend: über hundert Personen. Dauer: gut eine Stunde.
Bei den Vorträgen beider Salafisten saßen Frauen und Männer getrennt voneinander. Die Frauen mussten im hinteren Bereich auf einer Empore Platz nehmen, wie aus den Videos hervorgeht.
In seinem Auftritt verteidigte der Prediger Abu Alia es, einen ultra-strenggläubigen Prozess zu durchlaufen. Statt eines Anzeichens für Radikalität seien plötzliche Wesensveränderungen – wie sich einen langen Bart wachsen lassen sowie die Moschee öfter als eine Shisha-Bar zu besuchen –, bloß „der Islam“. So sagte Abu Alia wörtlich: „Wenn man anfängt, sich von Sünden fernzuhalten. Wenn man anfängt öfter die Moschee zu besuchen als die Shisha-Bar (…) er verändert sein Äußeres, auf einmal trägt er ein Bart – jetzt sagen die Leute er ist radikal geworden, sieht aus wie ein Terrorist (...) sagt diesen Leuten: ‚Weder bin ich Terrorist noch radikal. Das, was ich mache, ist der Islam.‘“

Hunderte Menschen lauschten den Auftritten der Salafisten Abu Alia und Abdelhamid.
Wie kann es sein, dass der Auftritt eines so bekannten Szene-Islamisten in der Schweiz verhindert wird, er aber in Deutschland keinerlei Probleme hat, salafistische Propaganda frei zu verbreiten?
Der Vize-Chef der Bundespolizeigewerkschaft, Manuel Ostermann, fordert im Gespräch mit NIUS: „Wenn islamistische Hass-Prediger bereits eingebürgert sind, sollte ein Auftrittsverbot, Meldeauflagen und durchgängige Überwachung Priorität haben. Bei strafbaren Handlungen sollte eine langjährige Haftstrafe folgen.“
Islamisten rechtsstaatlich und konsequent zu bekämpfen, müsse „oberste Priorität“ haben. „Falls Islamisten eine doppelte Staatsangehörigkeit haben, muss ein besonderes Ausweisungsinteresse auch Umsetzung finden – bei keinem deutschen Pass muss eine sofortige Abschiebung durchgesetzt werden“, so der Polizeigewerkschaftler weiter.
Auch der Salafist Abdelhamid animierte das Publikum mit höllischen Vorhersagen: „Was ist deine Religion und wer ist dein Prophet? Wer sie richtig beantwortet, wird ins Paradies eintreten. Wer nicht danach gelebt hat, der wird stottern und sein Kopf wird in Dschahannam (Hölle, Anm. d. Red.) geschlagen.“
Auf die Frage des Salafisten „Wer ist euer Herr?“, antworten die hunderten Zuschauer im Chor: „Allah“.
NIUS fragte die Polizei Essen an, ob den Behörden diese Veranstaltung und Salafisten-Auftritte bekannt waren und ob womöglich Polizeikräfte – zum Beispiel in zivil – an der Veranstaltung teilnahmen. Die Polizei Essen gab zu diesen Fragen keine Auskünfte. „Wir erteilen grundsätzlich keine Auskünfte zu konkreten personenbezogenen Anfragen“, so die Polizeistelle.
Islamismus-Expertin warnt: „Sein Lebensinhalt ist radikal“
Die Islamismus-Expertin Sigrid Herrmann beobachtet seit Jahren die Salafisten-Szene. Gegenüber NIUS erklärt sie: „Efstathios T.’s Lebensinhalt ist der radikale Islam. Er ermahnt seine Zuhörer nicht nur, ein frommes Leben zu führen, sondern versucht ständig, ihnen Angst vor einer göttlichen Strafe zu machen.“ Schon seit über 15 Jahren sei Abu Alia in der Salafisten-Szene bekannt.
Sigrid Herrmann weiter: „Mit seinen Publikums-Vorträgen erreicht er jeweils hunderte junge Menschen. Er spricht die Zuhörer auf einer Gefühlsebene an. Die Vorträge wirken aggressiv und ich glaube, diese Aggressivität überträgt sich.“
Polizeigewerkschaftler Manuel Ostermann warnt: „Islamisten sind die größte Bedrohung für Deutschland – deswegen darf es keine ruhige Minute für diese Extremisten und Terroristen geben.“ Die Sicherheitsbehörden bräuchten „für diesen rechtsstaatlichen Kampf endlich die rechtlichen, personellen und haushälterischen Grundlagen. Hier darf Politik in keinem Fall sicherheitspolitisch versagen“, appelliert Ostermann weiter.
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Zara Riffler
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