Sexualstraftaten an Bahnhöfen haben sich verdoppelt und 59 Prozent der Täter sind Ausländer
Der Bahnhof ist von einem Ort der Mobilität und des Fernwehs zu einem Tatort geworden! Daten der Bundespolizei, die NIUS exklusiv vorliegen, zeigen, wie die Zahl der Straftaten, der Gewalttaten und der sexuellen Übergriffe durch die Decke geht – und Nicht-Deutsche immer häufiger tatverdächtig sind!
Ein Iraner bepöbelt Ende Juni am Bahnhof in Lauf (Bayern) Passanten. Als die Bundespolizei ihn zur Rede stellt, verweigert er die Herausgabe von Papieren, beschimpft die Beamten, zückt ein Messer, greift die Beamten an. Als er sich durch Pfefferspray nicht aufhalten lässt, fallen Schüsse, der 34-Jährige ist tot.
Ein Einzelfall aus einer bayerischen Kleinstadt, der so oder in abgewandelter Form immer häufiger in den Medien zu lesen ist – eine Regierungsantwort auf eine Kleine Anfrage der AfD (liegt NIUS exklusiv vor) zeigt nun, dass sich die Häufung der Einzelfälle in der offiziellen Eingangstatistik der Bundespolizei widerspiegelt.

Die Bundespolizei hat an Bahnhöfen immer mehr zu tun.
Gewaltdelikte knallen rauf
Allein im ersten Halbjahr 2024 zählte die Bundespolizei 13.543 Gewaltdelikte an Bahnhöfen – knapp 27 Prozent mehr als vor zwei Jahren, gut neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zu Gewaltdelikten zählen unter anderem Raub, Beteiligung an Schlägereien sowie gefährliche und schwere Körperverletzung.
Unter den ermittelten Tatverdächtigen sind Nicht-Deutsche mit mehr als 46 Prozent im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Bevölkerung (15 Prozent) stark überrepräsentiert. Vor zehn Jahren lag der Anteil ausländischer Tatverdächtiger bei Gewaltdelikten an Bahnhöfen noch bei knapp 28 Prozent. Die absolute Zahl ausländischer Tatverdächtiger bei Gewalttaten an Bahnhöfen hat sich von 2014 mit 2670 auf 8271 im Jahr 2023 mehr als verdreifacht – im ersten Halbjahr 2024 zählte die Bundespolizei bereits mehr als 4500 ausländische Tatverdächtige bei Gewalttaten.

Die meisten nicht-deutschen Tatverdächtigen stammten laut der Polizei-Statistik aus Polen (591), Syrien (408), Afghanistan (325), der Türkei (261) und der Ukraine (240).
Verdopplung der Sexualstraftaten
Noch viel stärker überrepräsentiert sind nicht-deutsche Tatverdächtige bei Sexualstraftaten an Bahnhöfen: 59 Prozent aller Tatverdächtigen haben keinen deutschen Pass. Die meisten nicht-deutschen Tatverdächtigen stammen aus Polen (42), Syrien (35), Afghanistan (22) und der Türkei (19).
Insgesamt zählte die Bundespolizei im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 1125 Sexualdelikte an Bahnhöfen. 2019 (erst seit diesem Jahr wertet das BKA diese Zahl gesammelt aus) waren es im gesamten Jahr noch 1184 Sexualstraftaten – es deutet sich also mit Blick auf das ganze Jahr 2024 eine Verdopplung der Sexualstraftaten an.
Auffällig: der hohe Anteil nicht ermittelter Tatverdächtiger. In 428 Fällen für das erste Halbjahr 2024 (38 Prozent) ist der Tatverdächtige nicht bekannt. Auch 2023 konnten bei mehr als 1800 Sexualdelikten in 676 Fällen kein Tatverdächtiger ermittelt werden.
„Die aktuellen Zahlen bestätigen, dass ein Aufenthalt an Bahnhöfen und in Zügen immer gefährlicher wird. Jeden Tag kommt es in diesem Umfeld zu mindestens sechs Sexualstraftaten, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das eine Steigerung um dramatische 30 Prozent“, erklärt der AfD-Politiker Marin Hess.

Der AfD-Politiker Martin Hess
Er fordert ein „Bundeslagebild zur Kriminalität an Bahnhöfen und Zügen“, um mehr Transparenz für die Sicherheitslage an Bahnhöfen und in Zügen zu schaffen und die Bundespolizei mit mehr Personal, Tasern und besserer Videoüberwachung auszustatten. Hess weiter: „Die Bürger unseres Landes haben ein Recht darauf, vom Staat bestmöglich vor Kriminellen geschützt zu werden.“
Jeden dritten Tag wird ein Mensch vor den Zug gestoßen
Ein besonders bemerkenswertes, erschreckendes Phänomen: Etwa alle drei Tage wird ein Mensch in Deutschland vor einen Zug ins Gleisbett gestoßen. Allein im ersten Halbjahr 2024 zählte die Bundespolizei 56 solcher Vorfälle. 22 Tatverdächtige sind Deutsche, 16 Tatverdächtige sind Ausländer, in 16 Fällen konnte kein Tatverdächtiger ermittelt werden.
Im ersten Halbjahr 2021 waren es noch 36, im ersten Halbjahr 2022 noch 32 und im ersten Halbjahr 2023 noch 39 solcher Fälle.
Auch die Gewalt gegen Bundespolizisten und Mitarbeiter der Bahn nimmt stetig zu: 218 Bundespolizisten wurden im ersten Halbjahr 2024 verletzt, die Bundespolizei zählte 1190 Gewaltdelikte gegen Bahnmitarbeiter. In beiden Fällen waren nicht-deutsche Tatverdächtiger mit knapp 50 Prozent deutlich im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Bevölkerung überrepräsentiert.

Der Hauptbahnhof Dortmund ist der wohl gefährlichste Bahnhof Deutschlands.
Das sind die schlimmsten Bahnhöfe Deutschlands
Gewalthotspots sind die Hauptbahnhöfe Dortmund, Berlin, Hannover, Köln und München. Beim Thema Diebstahl liegen die Hauptbahnhöfe in Köln, Hamburg, Hannover, Bremen und Leipzig vorn. Hotspots für Sexualstraftaten sind die Hauptbahnhöfe in Köln, Dortmund, Frankfurt/Main, München und Hannover.
Björn Harms
Julius Böhm
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