Skandal-Halbfinale im Tennis-Stadion Roland Garros: Heute darf Imane Khelif vor 15.000 Zuschauern die nächste Frau verprügeln
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Die Box-Schande von Paris geht am heutigen Dienstag in die nächste Runde: Der Algerier Imane Khelif (25) kämpft am Abend (22:34 Uhr) um den Einzug ins olympische Finale.
Seine Gegnerin ist eine alte Bekannte: Die Thailänderin Janjaem Suwannapheng (23) verlor 2023 ihr WM-Halbfinale gegen Khelif. Danach schloss der Internationale Boxverband IBA den Algerier wegen „Wettbewerbsvorteilen gegenüber anderen weiblichen Teilnehmern“ vom Turnier aus. Am Tag vor dem Halbifnale gab das IBA eine Sensations-PK in Paris: Dabei bestätigte Dr. Ioannis Filippatos, Mediziner und Chef des Europäischen Boxverbands, dass Imane Khelif ein Mann sei. Das hätten Bluttests eindeutig ergeben.
Am Mittwochabend (21:30 Uhr) steigt der Taiwanese Lin Yu-ting (28) gegen die Türkin Esra Yildiz Kahraman (27) in den Ring. Auch Yu-ting hatte der IBA im vergangenen Jahr aus demselben Grund gesperrt. Beide Kämpfer waren bei Tests durchgefallen, die in zwei unabhängigen Laboren durchgeführt worden waren.

Hier geht das Box-Turnier weiter: Tennis-Tempel Roland Garros
Boxen-Halbfinale im legendären Roland Garros Stadion
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) ignoriert diese Fakten, gibt den Boxern für den Kampf um den Finaleinzug die ganz große Bühne: Alle Halbfinal-Kämpfe finden im Tennis-Heiligtum „Stade Roland Garros“ (Court Philippe Chatrier, mit einem Fassungsvermögen von 15.000 Zuschauern) statt. Dort, wo jahrelang Rafael Nadal seine Gegner über den Sand jagte, dürfen nun Männer Frauen verprügeln. Übrigens: Beide haben sich bereits die Bronze-Medaille gesichert – im Boxsport gibt es quasi keinen vierten Platz, alle Halbfinalisten dürfen aufs Pariser Treppchen.
Frauen-Verprügeln bei Olympia legal – offizielle Begründung: „Geschlecht und Alter der Athleten richten sich wie bei früheren olympischen Boxwettbewerben nach ihrem Reisepass.“
Dass Khelifs Geburtsurkunde, wie von NIUS enthüllt, erst im September 2018 – pünktlich zu Beginn der so hochumstrittenen Box-Karriere – ausgestellt wurde, ist dem superinklusiven IOC offenbar auch egal. Genau wie das Foto, das Khelif mit Hodenschutz beim Training zeigt. Oder die haushohe Überlegenheit, die Khelifs erste Gegenerin Angela Carini (25, Italien) zur Aufgabe nach 46 Sekunden zwang.

Box-Schande, Teil 1: Angela Carini gab nach 46 Sekunden gegen Imane Khelif auf.
„Diffamierungskampagne“ aus Russland
IOC-Präsident Thomas Bach (70) bezeichnet stattdessen andere Meinungen zu dem Fall als „Hatespeech, Aggression und Beschimpfungen“.
„Kritiker“ sehen sich mittlerweile drei Schlag-Techniken gegenüber. Erstens: Wer Khelifs „Weiblichkeit“ anzweifelt, ist auf der „russischen Seite“. Laut Funktionär Bach habe der vom Russen Umar Kremlew geführte Boxverband IBA schon vor den Spielen eine „Diffamierungskampagne“ gegen Frankreich, Olympia und das IOC gestartet, mit Kommentaren, die der IOC-Präsident „nicht wiederholen will.“ Dazu muss man wissen, dass das IOC den Boxverband IBA unter anderem wegen der Partnerschaft mit Gazprom sowie umstrittenen Wahlen nicht mehr anerkennt und das Boxturnier zum zweiten Mal hintereinander selbst organisiert.

IOC-Präsident Thomas Bach
Wer sich bei der Russland-Verschwörungstheorie nicht angesprochen fühlt, darf sich als transfeindlich beschimpfen lassen. Und das, obwohl gleichzeitig immer wieder betont wird, dass es bei Khelif nicht um das Trans-Thema (Bach: „Hier handelt es sich nicht um einen Transgender-Fall.“) gehen soll.
Die dritte Schlag-Technik: Rassismus-Vorwurf
Und wenn das niemanden zum Schweigen bringt, kommt aus dem Nichts der Rassismus-Kinnhaken – sogar von renommierten Journalisten wie denen von Associated Press (AP), der größten Nachrichtenagentur der Welt. Die titelte übers Wochenende: „Für farbige Sportlerinnen ist die Überprüfung von Geschlechterregeln und Identität Teil eines langen Trends“.
Beispiele für diese bizarre Behauptung: unter anderem Südafrikas früherer männlicher 800-Meter-Laufstar Caster Semanya (33). Semanya wird mittlerweile unkritisch als zweifache Mutter dargestellt – unerwähnt bleibt dabei gern, dass nicht Semanya die Kinder zur Welt gebracht hat, sondern die Ehefrau, wie auf Instagram offen für jeden einsehbar ist.

Caster Semenya
Ein weiteres Beispiel für diesen angeblichen Trend soll die US-Basketballerin Brittney Griner (33) sein. Die kennt man allerdings eher wegen ihrer zehnmonatigen Gefangenschaft in Russland (Besitz von Haschischöl).
Was das Selbstbestimmungsgesetz für Deutschland bedeutet
All das soll von dem wahren Problem ablenken: Dass Männer, die gegen gleichgeschlechtliche Gegner chancenlos sind, in Frauen-Wettbewerben antreten – und somit echten Frauen die Chance auf Gold-Medaillen rauben. Und das ist keine Polemik, sondern seit August in Deutschland Realität: Das neue Selbstbestimmungsgesetz erleichtert nicht nur Personen (darunter Minderjährigen) Transitionen zum anderen Geschlecht.
Hinsichtlich des Frauensports heißt es zwar: „Das Selbstbestimmungsgesetz wird die Autonomie des Sports nicht antasten.“ Jedoch überlässt das Gesetz die Zulassung von Männern im Frauensport den jeweiligen Sportverbänden. Diese stehen einerseits oft unter dem Einfluss von Lobbyverbänden, erfahren aber andererseits auch Druck von Transaktivisten, die bei Nicht-Zulassung öffentlich den Druck erhöhen. In vielen Fällen drohen Klagen, die sich auf Diskriminierung berufen, und saftige Geldstrafen!
Perfide Sieg-mit-Ansage-Strategie
Der Fall Khelif wirkt wie ein Parade-Beispiel für diese perfide Sieg-mit-Ansage-Strategie.
Hier zwei weitere Merkwürdigkeiten: Kurz vor Beginn der Box-Karriere wurde er in der Geburtsurkunde zur Frau „gestempelt“. In diese Zeit fiel der algerische Boxverband in eine schwere Krise mit mehreren Wechseln an der Spitze, der Internationale Boxverband untersuchte diese Personalien. Gleichzeitig wollte man nach rund zwei Jahrzehnten ohne Olympia-Medaille (letztmals Bronze: Mohamed Allalou im Jahr 2000) endlich mal wieder angreifen. Also startete mit Imane Khelif im Sommer 2021 ein neues Gesicht bei Olympia in Tokio – im Frauen-Wettbewerb, eine algerische Premiere.

Imane Khelif
Sechs Kilo Muskelmasse
Übrigens: Vor drei Jahren wog Khelif deutlich weniger, kämpfte in der Leichtgewicht-Klasse (60 Kilo). Und verlor prompt im Viertelfinale gegen die spätere Goldmedaillen-Gewinnerin Kellie Anne Harrington (34) aus Irland. Nach den Ansichten des IOC muss man wahrscheinlich Russe, transfeindlich oder rassistisch sein, um sich über folgende Fakten zu wundern: Nur drei Jahre später tritt Khelif bei Olympia in einer höheren Gewichtsklasse (66 Kilo) an – und prügelt sich von Runde zu Runde durch weibliche Gesichtsknochen. Sein Gewichtszuwachs: sechs Kilo! Da Khelif in dieser Zeit nicht dicker geworden ist, sind diese sechs Kilo offensichtlich reine Muskelmasse.
Hintergrund: Weil Männer einen höheren Testosteronspiegel haben, können sie drei Mal so viel Muskelmasse im selben Trainingszeitrum aufbauen. Ein enormer Wettbewerbsvorteil ...
Redaktion
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