So werben Unternehmen mit Transjugendlichen mit abgeschnittenen Brüsten
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- Aktuell kursieren Bilder von Costa Coffee und Dr. Martens durch soziale Medien. Beide werben mit Transjugendlichen mit abgeschnittenen Brüsten.
- In den sozialen Medien sorgen die Bilder für Aufregung. Einige User forderten etwa auf, Costa Coffee zu boykottieren.
- Bei sogenannten Mastektomien, also der chirurgischen Entfernung weiblicher Brüste, handelt es sich um einen operativen Eingriff, der oft mit Komplikationen einhergeht und teilweise tiefe Narben hinterlässt.
Werbung der Kaffeehauskette Costa Coffee und des Schuhherstellers Dr. Martens sorgen aktuell für große Aufregung, weil auf beiden Transjugendliche mit abgeschnittenen Brüsten abgebildet werden. So wird auf einem Instagram-Post des Schuhherstellers Dr. Martens eine pinkfarbene Frau auf einem Schuh gezeigt, die sichtbare Narben nach ihrer Brustentfernung trägt – und von einem Regenbogenmotiv umrandet wird.

Der neue Doc Martens „DIY“ featuret eine Frau mit Narben an Stelle von Brüsten.
Costa Coffee hingegen, die größte Kaffeehauskette Großbritanniens, warb an einem Verkaufswagen mit einer androgyn aussehende Figur in langen Shorts, die Narben unter jeder Brustwarze trägt. Der Entwurf stammt von einer für die Kette im letzten Jahr entworfenen Wandgemälde.
In beiden Fällen handelt es sich um Transpersonen, konkret: um junge Frauen, die mittels Operationen glauben, ihr Geschlecht verändern zu können. Bei sogenannten „top surgeries“ oder Mastektomien werden bei eben solchen Frauen die Brüste operativ entfernt. Es entstehen Narben.

Sind die Brüste erst entfernt, schmeckt der Kaffee besonders gut: Costa Coffee.
Kritik auf sozialen Medien
Auf sozialen Medien sorgten die Motive für große Kritik. „Warum bewirbt Dr. Martens doppelte Mastektomien bei Transgender-Personen? Das Abschneiden gesunder weiblicher Brüste im Namen der Geschlechtsidentität sollte nicht gefördert werden“, schrieb etwa der YouTuber Oli London. Tiffany Justice, Mitbegründerin der Gruppierung Moms for Liberty, kommentierte: „Das Entfernen gesunder Brüste bei Mädchen sollte genauso alarmierend sein, als würden gesunde Gliedmaßen aufgrund einer sozialen Ansteckung amputiert. Was wäre, wenn Tausende von Kindern ihre rechten Arme amputieren würden?“
Tanya Carter, Sprecherin der Kampagnengruppe Safe Schools Alliance, die sich für den Schutz von Kindern einsetzt, sagte zu der Kampagne von Costa Coffee: „Es ist fast unglaublich, dass Costa etwas so Unhöfliches und Verantwortungsloses tun würde, indem sie dieses Bild verwendet.“ In eine ähnliche Kerbe schlug die Feministin Julie Bindel. „Das Erschreckende daran ist, dass die eigentlichen Mastektomie-Narben als eine Art Ehrenabzeichen, als cool, angesehen werden.“

Gelten als Klassiker: Stiefel von Dr. Martens
Bei einer sogenannte Mastektomie werden die Brustwarzen entfernt und an anderer Stelle wiedereingesetzt. Dabei werden die Nerven durchtrennt und das Stillen von Säuglingen wird hinterher nicht mehr möglich. Im Anschluss wird das Brustgewebe chirurgisch entfernt – und es bleiben zumindest in der Anfangsphase tiefe Narben unterhalb der Brust. 80 Prozent der Jugendlichen, die sich als trans identifizieren, sind weiblich. Gerade diese jungen Frauen, die mit ihrem Körper und Weiblichkeit hadern, sind oftmals Patienten bei jenen Brustentfernungen.
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Jan Karon
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