SPD gewinnt mit Anti-Kanzler-Wahlkampf gegen die AfD: Scholz’ Untergang
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Die Schicksalswahl in Brandenburg hat ganz offensichtlich über die politische Zukunft von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) entschieden. Während Scholz in den USA auf einem Zukunftsgipfel unterwegs ist, könnte die Zukunft des Kanzlers zum Negativen besiegelt sein.
Denn: Nach den heftigen Klatschen für die Scholz-SPD bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen hat die SPD in Brandenburg nur gewinnen können, nachdem sich Ministerpräsident Dietmar Woidke dezidiert von Scholz und seiner Politik distanziert hatte.
Die SPD gewinnt nur mit Wahlkampf gegen den Kanzler!
Und während die politische Zukunft von Scholz gerade zu Ende geht, befindet er sich in New York (USA) bei einem Zukunftsgipfel der Weltgemeinschaft …

Flüchtete nach New York zu einem Zukunftsgipfel, während seine eigene politische Zukunft wankt: Olaf Scholz (SPD).
Kanzler Olaf Scholz stieg am Samstagnachmittag in den Regierungsflieger, obwohl seiner eigenen Ampel-Regierung und Kanzlerpartei SPD eine sehr wichtige Wahl bevor stand. Und: Obwohl es um die Zukunft von Scholz selbst geht. Böse Zungen behaupten, dass das einer Art Flucht gleichkam – eine Flucht vom nationalen zum internationalen politischen Parkett. Das Ziel: New York, um drei Tage lang an einem „Zukunftsgipfel“ der Vereinten Nationen (UN) teilzunehmen.
Sieg für Woidke – Klatsche für Scholz
Seit 1990 hat die SPD in Brandenburg jede Wahl gewonnen. Seitdem wird das Bundesland ausschließlich von den Sozialdemokraten regiert. In jeder Wahl waren sie bisher die Stärksten. Und so sollte es auch bleiben. Deshalb gab es keine Wahlplakate mit dem Gesicht des Kanzlers, keine Wahlkampfauftritte von Scholz, nicht einmal eine Rede beim SPD-Sommerfest in Potsdam
Und es bleibt dabei. Knapp, aber es bleibt dabei. Dank Anti-Scholz-Wahlkampf. Laut der ersten Prognosen wird Woidke mit der SPD die Brandenburg-Wahl gewinnen, mit etwas mehr als 31 Prozent und knapp 1,5 Prozentpunkte vor der AfD. Es ist ein Sieg für Woidke und eine Klatsche für Scholz.
Woidke und die Brandenburger SPD hatten sich im Vorfeld bereits von Scholz distanziert. Sie hatten ihn nicht eingeladen zu den Wahlkampfveranstaltungen. Grund: Der Kanzler ist mit seiner unbeliebten Ampel-Regierung zu schädlich für den eigenen Wahlkampf gewesen.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gibt seine Stimme zur Landtagswahl in Brandenburg ab.
Nach drei Wahl-Niederlagen (Europawahl, Sachsen und Thüringen) und katastrophalen Umfragewerten (14-15 Prozent) steht Scholz jedoch weit über die Grenzen des Brandenburger Landesverbandes hinaus in der Kritik. Die große Frage: Ist Scholz der Richtige, um die SPD als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl 2025 zu führen?
In den Startlöchern steht schon der nächste Genosse bereit: Boris Pistorius (SPD). Ob der SPD-Politiker wohl den Wahlkampf und den Wahl-Abend vor seinem Wohnzimmer-Fernseher mit einem breiten Schmunzeln verfolgt – sich schon warm macht, um als Nächstes ins Bundestagswahlkampf-Rennen anzutreten? Das kann SEHR gut möglich sein!
Der Verteidigungsminister ist innerhalb der Partei äußerst beliebt – so beliebt, dass er intern schon seit Monaten als Scholz-Nachfolge gehandelt wird. Es gibt sogar einige Genossen, die warten aktuell nur darauf, den stark in der Kritik stehenden Kanzler Scholz als Spitzenkandidat auszuwechseln. Und Pistorius einzuwechseln.

Boris Pistorius (SPD)
Auch in der deutschen Bevölkerung gilt Pistorius als populär, liegt in Umfragen weit vorne. Aktuellsten Umfragen zufolge ist er der beliebteste Politiker Deutschlands. Die Werte hingegen für Scholz rutschen seit Wochen weiter in den Keller. Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland hält den Bundeskanzler für führungsschwach (77 %), so das ZDF-Politbarometer.
Erst vor kurzem kündigte Olaf Scholz im ZDF-Sommerinterview noch genervt und selbstbewusst zugleich an, dass er seine SPD im Herbst 2026 durch die Bundestagswahl führen werde. „Und dass ich erneut die nächste Regierung führen kann“, so Scholz. Seine Nerven lagen in dem Interview komplett blank. Er motzte, antwortete genervt. Womöglich wusste der Kanzler zu dieser Zeit bereits, wie eng es um seine Zukunft steht – und dass seine Genossen schon einen anderen Plan ohne ihn in der Tasche für die nächste Bundestagswahl haben.
Die unbeliebte Ampel-Regierung steht mit dem Anti-Kanzler-Wahlsieg für die SPD nun noch wackeliger da als zuvor. Auch das Klima innerhalb der Bundesregierung wird aller Voraussicht: noch schlechter und rauer werden.
Zara Riffler
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