„Spielst du gerne an deinem Pimmel?“: So werden Kinder frühsexualisiert
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- In Videos einer niederländischen Stiftung werden Kinder im Alter zwischen 4 und 10 Jahren von Erwachsenen über ihr Masturbationsverhalten ausgefragt.
- An einer anderen Stelle wird ein 9-jähriges Mädchen dazu motiviert, Sex zu haben. Sex sei nicht nur dazu da, Kinder zu bekommen, heißt es. Sex könne auch Spaß machen.
- Es folgte ein Shitstorm, derart immens, dass die Rutgers Foundation das Video wieder löschte.
Die Rutgers Foundation, einer niederländischen Stiftung, die Sexualaufklärung betreibt, hat ein Video veröffentlicht, das für Befremden sorgte. Kinder im Alter zwischen 4 und 10 Jahren werden dort von Erwachsenen angeleitet, zu masturbieren und auf verstörende Weise über Sexualität aufgeklärt.
Das 5-minütige Video mit dem Titel „Wat vind ik fijn“ (Was gefällt dir?) wurde bereits im März von der „Rutgers Foundation“ auf Social Media geteilt und ist Teil des Projektes „Spring Jitters Week“, ein nationales Projekt der Stiftung, das Grundschüler über Sexualität aufklären will. Das Ziel der Rutgers Foundation ist es, weltweit die „sexuelle und reproduktive Gesundheit“ junger Menschen zu stärken, aber auch „Geschlechts- und Sexualnormen“ zu überwinden. Die Stiftung kooperiert mit der LGBTQ-Community. Einzelne Stiftungs-Projekte wurden von der UNO gefördert.
In dem Video werden Kinder im Alter zwischen 4 und 10 Jahren von Erwachsenen über ihr Masturbationsverhalten ausgefragt. Eine erwachsene Frau fragt etwa einen 4-jährigen Jungen vor laufenden Kameras: „Was magst du denn? Magst du es, wenn man dich küsst oder umarmt? Spielst du gerne mit deinem Pimmel?“. Obwohl sich das Kind sichtbar schämt, lässt die Frau nicht von dem Jungen ab, stellt immer wieder Fragen über seine Genitalien und sein Intimleben.
Ein 10-jähriger Junge wird an einer anderen Stelle explizit über Sexualpraktiken aufgeklärt, sogar dazu motiviert, Sex zu haben. So erzählt ihm eine Frau, dass man auch Sex haben könne, um Spaß zu haben. Ein Mann sagt: „Man kann sich ohne Zunge küssen, mit Zunge küssen oder sich auch an anderen Stellen küssen. Jetzt wird es spannend, oder?“ Anschließend wird er gefragt, ob er wisse, was „ficken“, „echtes Ficken“ oder „lutschen“ bedeute. Auch hier ist der Junge peinlich berührt. Die Erwachsenen amüsieren sich indes über die Scham des Jungen.
An einer anderen Stelle wird ein 9-jähriges Mädchen dazu motiviert, Sex zu haben. Sex sei nicht nur dazu da, Kinder zu bekommen, heißt es. Sex könne auch Spaß machen. Beim Sex wolle man herausfinden: „wie funktioniert mein Körper, wie funktioniert dein Körper?“ Das Mädchen wird von der Frau über Ejakulation und Orgasmen aufgeklärt. „Hast du dir deine Vagina schon mal angeguckt?“, fragt sie. Sie erklärt ihr daraufhin, was eine Klitoris ist. „Hast du das schon mal bei dir gesehen? Dieser kleine Knopf heißt Klitoris und wenn du dich dort anfasst, kann sich das sehr schön anfühlen. Dann kannst du da mit dem Finger reiben.“
Der Shitstorm, der auf dieses Video folgte, war derart immens, dass die Rutgers Foundation das Video wieder löschte. Allerdings nicht wegen des fragwürdigen Inhalts, sondern weil man sich wegen der erhöhten Aufmerksamkeit um die Anonymität der Kinder sorgte, hieß es von der Stiftung in einem Social-Media-Post.
Für Aufregung sorgte auch ein Aufklärungsbuch mit dem Namen „Was ist Sex?“, das von der Stiftung für Kinder von 0-18 Jahren empfohlen wurde, und in dem Kinder über Oralsex aufgeklärt werden.

„Planned Parenthood“ ist einer der Partner der „Rutgers Foundation“. Die Organisation sorgt immer wieder für Skandale, weil Schüler mit kruden Inhalten frühsexualisiert werden. Im Namen der „gendergerechten Sexualaufklärung“ wurde etwa Kindern in einer Grundschule in Washington ein „Gender-Rad“ gezeigt, auf dem sie ihre Geschlechtsidentitäten und Pronomen aussuchen konnten. Ihnen wurde Darstellungen von Genitalien mit Schamhaaren, Binden, Tampons, Menstruationstassen, Rasierer und Pubertätsblocker gezeigt. Über Pubertätsblocker hieß es, dass sie während der Pubertät „hilfreich“ sein könnten.

In Saskatchewan, Kandada verteilte „Planned Parenthood Regina“ in einer neunten Klasse eine Quiz-Spiel mit dem Namen "Using sex: From A–Z Cards", um über Sexualität aufzuklären. Je Buchstabe wurde auf den Karten je eine Sex-Praktiken oder Fetisch erklärt, wie etwa „A für Autofellatio“ oder „G für Glory Hole“ oder andere Praktiken wie Stuhlfetische.

Der Bildungsminister Dustin Duncan untersagte daraufhin der Organisation, weiterhin Sexualaufklärung an Schulen zu betreiben, worüber sich Planned Parenthood enttäuscht zeigte. „Es beunruhigt mich wirklich, dass die Materialien, auf die man es hier abgesehen hat, speziell für und von LGBTQ2-Jugendliche produziert wurden, um Sex und Sexualitäten zu entmystifizieren, die in unserer Geschichte stigmatisiert, versteckt und verboten wurden“, sagte die Geschäftsführerin von „Planned Parenthood Kanada“, Julian Wotherspoon in einem Interview.
Judith Sevinç Basad
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