Staatsschutz ermittelt! Berliner Abiturienten posieren mit Hitlergruß
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Es ist ein schockierendes Bild.
Im Rahmen einer Motto-Woche posieren 15 Schüler an einer Berliner Schule in Moabit mit einem Hitlergruß – jetzt ermittelt der Staatsschutz.

Die Schüler auf einem Sportplatz der Heinrich von Stephan Gemeinschaftsschule.
Der Vorfall ereignete sich bereits am 21. März dieses Jahres im Rahmen einer Abi-Mottowoche in Berlin, wie NIUS erfuhr. Die Schulleitung soll die Schüler aufgefordert haben, das Foto zu löschen. NIUS liegt das Foto exklusiv vor.
Superhelden mit verfassungswidrigen Symbolen
Noch einmal Spaß haben, herumalbern und sich verkleiden, bevor die jahrzehntelange Schulzeit zu Ende ist: So stellt man sich eigentlich eine lustige Mottowoche vor. Für eine 15-köpfige Schulgruppe aus Berlin–Moabit endete die Schulzeit jedoch nicht so spaßig. Verkleidet als Asterix und Obelix, Spiderman und Harry Potter posieren die Jugendlichen mit dem Hitlergruß.
Unter diesem Gruß wurden in Nazi–Deutschland Millionen Menschen umgebracht. Normalerweise sollten das die Schüler der Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule wissen, schließlich haben auch sie den Geschichtsunterricht besucht. Im Berliner Rahmenlehrplan nimmt die Zeit des Nationalsozialismus eine große Rolle ein.
Der Staatsschutz ermittelt
Auf NIUS-Anfrage möchte sich die Schulleitung der Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule nicht äußern. Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie teilt mit, dass der Vorfall bekannt sei und aufgearbeitet werde.
Die Berliner Polizei antwortet auf NIUS-Anfrage: „Der erfragte Sachverhalt ist der Polizei Berlin bekannt. Er wird beim polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin bearbeitet. Die Ermittlungen richten sich gegen mehrere Personen.“ Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen werde der Fall beim „Kriminalpolizeilichen Meldedienst in Fällen politisch motivierter Kriminalität“ als „Staatsschutzkriminalität ohne explizite politische Motivation“ im Phänomenbereich festgehalten. Bedeutet: Dieser Fall wird in der polizeilichen Kriminalstatistik unter „Sonstige“ geführt.
Marc Sierzputowski
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