Statistik-Schock in Hessen: Mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen sind Ausländer
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Schon wieder schockiert eine neue Kriminal-Statistik. Diesmal: in Hessen. Der Anteil an Nichtdeutschen beträgt bei allen Tatverdächtigen nun erstmals über die Hälfte. Auch kommen immer mehr tatverdächtige Zuwanderer aus Algerien, Afghanistan, Syrien und Marokko.
In dem von Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) regierten Bundesland stieg laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2023 die Gesamtzahl an begangenen Straftaten auf 397.512 Fälle (+28.933 Fälle) – ein Plus von 7,8 Prozentpunkten.
In den zehn vergangenen Jahren regierte eine schwarz-grüne Koalition in Hessen. Seit Januar 2024 des Jahres koalieren CDU und SPD.
Auffällig: Im Zusammenhang mit der Zuwanderung wurden 60.506 Straftaten (konkret: darunter werden Straftaten definiert, bei denen mindestens ein Zuwanderer als Tatverdächtiger ermittelt wurde) erfasst. Das ist mit 12.269 Straftaten mehr ein deutlicher Anstieg von 25,4 Prozent. Die Polizei in Hessen ermittelte 43.663 tatverdächtige Zuwanderer.
Noch auffälliger: Die Gesamtzahl der Tatverdächtigen für das Jahr 2023 beträgt 174.061 (+7,8 Prozent). In diesem Rahmen stieg die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen auf 88.754 (+16,2 Prozent). Das bedeutet, der Anteil von nichtdeutschen Tatverdächtigen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 51 Prozent – ein Plus von 3,7 Prozent.
Die Hälfte aller Tatverdächtigen besaß demnach keinen deutschen Pass.
Sonderbar: Das Innenministerium Hessen stellte die PKS in einer Pressekonferenz am 8. März grob vor – doch der Bericht mit allen Zahlen wurde erst am 22. März, 14 Tage später, veröffentlicht.

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) unterhält sich mit Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) im Landtag.
Als Zuwanderer gelten unter anderem: Asylbewerber, Schutzberechtigte, Geduldete oder unerlaubte Aufenthalte. Als Nichtdeutsche werden Tatverdächtige definiert, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Menschen mit Migrationshintergrund, die den deutschen Pass besitzen, werden in der PKS statistisch als Deutsche erfasst.
Aus diesen Herkunftsländern kommen immer mehr Straftäter
Bei der Allgemeinkriminalität im Kontext der Zuwanderung – ohne eingerechnete Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz – nahmen die Fälle um ganze 22,9 Prozent zu (+4.828 Stück). So wurden letztes Jahr insgesamt 25.913 Fälle registriert.
Die verdächtigen Täter kommen zunehmend aus bestimmten Herkunftsländern:
Ganz vorne an der Spitze steht Algerien. 4.400 Fälle wurden letztes Jahr mit diesem Herkunftsland in Verbindung gebracht, was eine Steigerung von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist. Insgesamt wurden 1.452 Tatverdächtige mit einem algerischen Pass festgestellt – ein Plus verglichen zum vorherigen Jahr von über 22 Prozent.
Danach folgt Afghanistan als Top-Herkunftsland, mit einer Turbo-Steigerung im Vergleich zum Vorjahr: 3.631 Straftaten (mit einem Anstieg von 19 Prozent) sowie 2.758 Tatverdächtige (mit einem Plus von 37 Prozent) wurden mit dem Herkunftsstaat Afghanistan ermittelt.
Straftaten mit syrischer Staatsbürgerschaft legen sogar noch deutlicher zu. 3.320 Fälle mit der Herkunft Syrien wurden registriert – ein Plus von über 22 Prozent in nur einem Jahr. Bei der Zahl der Tatverdächtigen waren es 2.309 ermittelte Personen (+16 Prozent).
Auch die Zahl der Tatverdächtigen aus Marokko steigt mit einem Plus von 32 Prozent auf 1.004 Personen. Ermittelte Straftaten nehmen um 22 Prozent zu (2.467 Stück).
Bei Menschen aus Eritrea steigen die Straftaten mit 13,5 Prozent an (1.098 Fälle) sowie die ermittelten Tatverdächtigen mit 11,5 Prozent (578). Steil nach oben gingen vergangenes Jahr auch die Fälle mit Personen aus dem Herkunftsland Tunesien: von 434 Stück auf 752 – ein Plus von 73 Prozent.

Diese Straftaten steigen im Kontext von Zuwanderung an
- Insgesamt wurden im Bereich Vermögens- und Fälschungsdelikte 7.003 Fälle ermittelt – ein Plus von 31 Prozent (+1.671). Diese setzen sich vor allem aus Delikten der Beförderungserschleichung (Schwarzfahren) zusammen, mit insgesamt 4.054 Fällen und einem Anstieg von 47,7 Prozent.
- Bei Rauschgiftdelikten ist mit 2.994 Fällen (+441 Fälle) eine Zunahme von 17,3 Prozent zu verzeichnen. Dabei handelte es sich überwiegend um konsumbezogene Delikte wie Besitz, Erwerb und Abgabe von Rauschgiften.
- Auch bei den Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit ergibt sich mit 5.073 Fällen eine Steigerung von 15 Prozent.
- Zudem steigt die Zahl im Bereich Diebstahl mit 7.306 Fällen gegenüber dem Vorjahr um 1.300 Fälle (+ 21,6 Prozent). Darunter besonders: Ladendiebstahl mit einem Plus von 13,2 Prozent (von 4.003 auf 4.538 Fälle).
- Bei Wohnungseinbruch gibt es einen Mega-Anstieg von 111,5 Prozent der Fälle im Vergleich zum Vorjahr. So wurden in 129 Fällen Zuwanderer als Tatverdächtige ermittelt. Die häufigsten Herkunftsländer dieser Einbrecher: Bosnien, Serbien, Albanien, Marokko und Algerien.
- Bei den Fallzahlen von Ladendiebstählen durch Zuwanderer wurde mit 4.538 Fällen eine Zunahme von +13,2 Prozent festgestellt. Von den 2.838 Tatverdächtigen waren unter anderem: 619 Personen aus Algerien, 348 aus der Ukraine, 306 aus Marokko, 269 aus Syrien, 192 aus Afghanistan, 143 aus Georgien, 120 aus Tunesien und 90 aus Somalia.

Sexualdelikte und Tötungsdelikte durch Zuwanderer steigen um über 30 Prozent
Bei Straftaten gegen das Leben (z.B. Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen, fahrlässige Tötung) nahm die Fallzahl im Jahr 2023 um 42 Delikte (+31,3 Prozent) zu. In 35 von 42 Fällen handelte es sich um versuchte, in sieben Fällen um vollendete Tötungsdelikte. Ein Großteil der Straftaten wurde von Zuwanderern mit syrischem (16), algerischem (6), marokkanischem (4) und somalischem (4) Pass verübt.
Brisant: Im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurde eine Steigerung um plus 34,2 Prozent (von 603 auf 809 Fälle) erfasst.
Vor allem ergeben sich die steigenden Fallzahlen aus Delikten wie: Ausnutzung sexueller Neigung, Verbreitung pornografischer Inhalte, sexueller Missbrauch von Kindern, exhibitionistische Handlungen oder Erregung öffentlichen Ärgernisses.
Bei den durch Zuwanderer begangenen Sexualdelikten wurden 714 Tatverdächtige erfasst. Über die Hälfte der Tatverdächtigen waren syrische (178), afghanische (171) und somalische Staatsangehörige (49). Gefolgt von unter anderem: eritreischen (43), irakischen (42), ukrainischen (29), pakistanischen (23), türkischen (19), algerischen (17), iranischen (16) und marokkanischen (13) Staatsangehörigen.
Zum Vergleich mit den Gesamtzahlen: Insgesamt ist im Jahr 2023 bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ein Anstieg um 950 Fälle auf 9.523 Straftaten festzustellen.
Bei Raub und Diebstahl haben die Hälfte der Täter keinen deutschen Pass
Letztes Jahr haben die Polizisten in Hessen bei Raubdelikten 2.263 Tatverdächtige ermittelt – davon beträgt der nichtdeutsche Anteil über 52 Prozent. Auch bei Diebstählen beträgt der Anteil an Nichtdeutschen die Hälfte: 50,1 Prozent (14.400) von insgesamt 28.738 ermittelten Tatverdächtigen.
Besonders bei Taschendiebstählen ist in Hessen ein Plus um 700 Fälle auf insgesamt 6.038 Fälle zu beobachten, mit 574 Tatverdächtigen. Der Anteil an Nichtdeutschen beträgt ganze 86 Prozent. Heißt: Die Mehrheit an Taschendieben besitzt keinen deutschen Pass. Der Vermögensschaden insgesamt: 2,6 Millionen Euro.

In Hessen stieg für das Jahr 2023 die Gesamtzahl an begangenen Straftaten auf 397.512 Fälle – ein Plus von 7,8 Prozent.
Auch bei Diebstählen in oder aus Verkaufsräumen beträgt der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen über 51 Prozent (10.206). Insgesamt nahmen die Fälle um 19 Prozent zu auf 31.441 Fälle mit 19.768 Tatverdächtigen. Der verursachte Vermögensschaden: 8,6 Millionen Euro.
19.244 tatverdächtige Personen wurden bei Ladendiebstählen ermittelt – der Anteil an nichtdeutschen Tatverdächtigen liegt auch hier bei über 51 Prozent. Die Fälle insgesamt nahmen um 19 Prozent auf 4.477 Fälle zu. Der entstandene Vermögensschaden: 3,7 Millionen Euro.
Zara Riffler
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