Studie: Warum Ungeimpften-Diskriminierung von Anfang an unwissenschaftlich war
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- Eine Studie aus dem Sommer 2021, die dieses Jahr im Journal „vaccine“ erschienen ist, zeigt: Dass Geimpfte das Coronavirus ähnlich wie Ungeimpfte weitergeben, war bereits früh bekannt.
- Die Studie arbeitet zwar mit einer verhältnismäßig kleinen Stichprobe, lässt aber trotzdem eine Tendenz erkennen.
- Bereits zuvor gab es eindeutige Belege dafür, dass der Ausschluss von Ungeimpften wissenschaftlich nicht gerechtfertigt ist.
Dass Impfungen nicht sehr gut und vor allem nicht dauerhaft vor einer Weitergabe des Corona-Virus schützen, ist inzwischen breiter Konsens. Rückblickend wird der Ausschluss Ungeimpfter aus vielen Teilen des gesellschaftlichen Lebens allerdings immer wieder verklärt: Man habe es damals eben nicht besser gewusst, außerdem sei das totale Versagen der Impfstoffe in Sachen Übertragungsschutz erst seit Omicron relevant geworden.
Eine Studie aus dem Sommer 2021, die nun auch „peer reviewed“, also von unabhängigen Wissenschaftlern desselben Fachgebiets geprüft wurde, und im Journal „vaccine“ erschienen ist, zeigt allerdings: Bereits damals konnte bezüglich der Übertragung von COVID-19 kein relevanter Unterschied zwischen geimpften und ungeimpften Probanden festgestellt werden.
Insgesamt untersuchten die Wissenschaftler 957 Proben von 93 Teilnehmern, von denen 78 (84 Prozent) geimpft und 17 (16 Prozent) ungeimpft waren. Dabei wurden keine signifikanten Unterschiede in der Dauer der PCR-Positivität zwischen geimpften und ungeimpften Teilnehmern festgestellt. Auch konnten aus den Proben für eine Dauer von 5 Tagen Viren angezüchtet werden - unabhängig vom Impfstatus.
Es gab weitere Indizien
Die Studie wurde bereits im November 2021 veröffentlicht. In jenem Sommer gab es auch weitere Indizien, die den gleichen Schluss zuließen wie die Studie: In mehreren Ländern, die bereits besonders viel geimpft hatten (Gibraltar, Malta, Niederlande) schossen die Inzidenzen damals in die Höhe, während sie in Ländern mit niedrigsten Impfquoten (Bosnien, Ukraine, Bulgarien) auf niedrigem Niveau blieben und erst im Herbst zur Saison wieder anstiegen.
Dass Impfungen, die ins Blut injiziert werden, nicht automatisch auch Antikörper auf den Schleimhäuten produzieren, war ebenfalls bereits lange bekannt. Im Dezember 2020 erklärte Wolf-Dieter Ludwig, der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft dazu: „Wir wissen ziemlich sicher, dass eine sterile Immunität mit den Impfstoffen derzeit nicht erreichbar ist.“ Trotzdem wurden Ungeimpfte nur wenig später aus vielen Teilen des gesellscahftlichen Lebens ausgeschlossen.
Janina Lionello
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