„Tag X“-Randale im Live-Ticker: 50 verletzte Polizisten, 30 Festnahmen
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- Obwohl die große, linksextreme „Tag X-Demo“ in Leipzig verboten wurde, versammelten sich am Samstag Tausende Menschen, darunter zahllose gewaltbereite Extremisten, im Stadtteil Connewitz.
- Hintergrund ist das Urteil gegen die Linksterroristin Lina E., Kopf der linksextremen „Hammerbande“. Die Bande führte sechs Attacken auf echte oder vermeintliche Neonazis durch und verletzte dabei 13 Menschen.
- Bereits am Mittwoch, dem Tag der Urteilsverkündung, kam es in verschiedenen Städten zu linksradikalen Ausschreitungen als Reaktion auf das Urteil.
Nach dem Urteil gegen Linksterroristin Line E. rollte ein Gewalt-Wochenende über Leipzig. Wir berichten mit unseren Reportern vor Ort über alles Aktuelle rund um den „Tag X“ am Samstag:
Am Mittwoch fiel im größten Linksextremismus-Prozess seit Ende der RAF-Ära das Urteil: Die Linksterroristin Lina E. muss für über fünf Jahre ins Gefängnis, das entschied das Oberlandesgericht Leipzig. Die „Hammerbande“, als dessen Kopf sie gilt, hatte sechs Angriffe auf vermeintliche und tatsächliche Neonazis verübt und 13 Menschen zum Teil schwer verletzt haben soll.
Die Überfälle wurden heimlich geplant und mit brutaler Gewalt präzise ausgeführt. mindestens ein Angriff komme einem versuchten Tötungsdelikt recht nahe, trug Oberstaatsanwältin Alexandra Geilhorn im April in ihrem Plädoyer vor. Das Urteil fiel mit gut fünf Jahren Haft vergleichsweise milde aus, die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre gefordert.
Trotz paradoxer Haftentlassung bereits Randale am Mittwoch
Zudem wurde sie paradoxerweise noch am Tag der Urteilsverkündung aus der mehr als zwei Jahre andauernden Untersuchungshaft entlassen – bis die Freiheitsstrafe gegen sie rechtskräftig wird. Dann muss Lina E. ins Gefägnis. Bis dahin muss sich nun zweimal wöchentlich bei der Polizei melden, darf den in den Akten vermerkten Wohnsitz nur mit Zustimmung des Gerichts wechseln und muss neben ihrem Reisepass auch den Personalausweis abgeben.
Bereits am Tag der Urteilsverkündung kam es in verschiedenen Städten zu linksradikalen Ausschreitungen. Für den Samstag, den 3. Juni, planten Linksextreme aus ganz Europa einen gewalttätigen „Tag X“ in Leipzig. Die zuständigen Versammlungsbehörden hatten daher die entsprechende Demonstration verboten. Eilanträge gegen das Demo-Verbot wurden am Freitag abgewiesen.
Das sagt die Polizei
Schon seit Freitag 18.00 Uhr gilt in Leipzig ein sogenannter Kontrollbereich, der große Teile des Stadtgebiets im Osten, Süden und Westen umfasst. Dort kann die Polizei ohne besonderen Anlass Menschen anhalten und deren Identität prüfen. Dort kann die Polizei ohne besonderen Anlass Menschen anhalten und deren Identität prüfen. Auch der Anreiseverkehr auf den Straßen und am Hauptbahnhof solle kontrolliert werden, hatte die Polizei mitgeteilt. Die Polizeidirektion Leipzig wird eigenen Angaben zufolge von zahlreichen Hundertschaften samt Technik aus zwölf Bundesländern und der Bundespolizei unterstützt.
„Wir sehen mit großer Sorge die offenen, zum Teil hasserfüllten Gewaltaufrufe aus dem anarchistisch-linksextremistischen Milieu in den sozialen Medien. Gewalt darf aber niemals Mittel der politischen Auseinandersetzung sein“, so Leipzigs Stadtchef Jung am Freitag in Hinblick auf den „Tag X“.
Jan Karon
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