Tod von Philippos: Tatverdächtiger von Bad Oeynhausen behauptet, nicht am Tatort gewesen zu sein
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Bislang hatte der Hauptverdächtige die Aussage verweigert. Nun sagt er laut einem Bericht, er sei gar nicht am Tatort gewesen.
Der Mann streitet ab, „überhaupt vor Ort im Kurzpark gewesen zu sein“, schreibt die Neue Westfälische. Die Polizei Bielefeld konnte diese Angabe gegenüber NIUS nicht bestätigen. Außerdem berichtet die Neue Westfälische: „Offenbar haben Zeugen die Tat gefilmt und diese Aufnahmen der Polizei zur Verfügung gestellt.“ Nach Informationen der Zeitung habe der Tatverdächtige einem Box-Ring angehört.
Gestern Nachmittag hatte die Polizei Bielefeld mitgeteilt: „Die Obduktion des 20-jährigen Opfers erfolgte am Donnerstagnachmittag. Sie bestätigte die bisherigen Ermittlungen, dass der Mindener infolge der multiplen stumpfen Gewalteinwirkung gegen seinen Kopf verstarb.“ Die Polizei bestätigte, dass der mutmaßliche Täter die syrische Staatsangehörigkeit besitzt. Die bislang bekannten Mittäter sind „mindestens drei weitere Personen im Alter von 18 Jahren mit einer deutschen Staatsbürgerschaft.“

Auf der Trauerfeier nahmen Menschen von Philippos Abschied.
Der Focus berichtet, dass „der Tatverdächtige bisher wegen folgender Delikte kriminalpolizeilich in Erscheinung trat: In Baden-Württemberg ab dem Jahr 2020 acht Mal wegen Diebstahls, davon einmal wegen schwerem räuberischem Diebstahl und alleine 2023 fünf Mal wegen schweren Diebstahls, es ging dabei um Zigarettenautomaten. Daneben stehen in seiner Polizeiakte Hausfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung. Er soll 2022 mit einem Schlagstock auf den Kopf seines Opfers geschlagen haben. Auch wegen eines Drogendeliktes ist er ins Visier der Ermittler geraten. Zudem wurde 2022 wegen eines Vergewaltigungsversuches und des sexuellen Missbrauchs von Kindern gegen ihn ermittelt, das Verfahren wurde aber eingestellt.“ Warum er nie verurteilt wurde, sei bislang unklar.
Polizei bittet um Mithilfe
Die Anzahl der möglichen Tatbeteiligten werde noch ermittelt, schreibt die Polizei. Weiter heißt es: „Der Hintergrund des möglichen, initialen Streits ist noch nicht abschließend geklärt und weiterhin Bestandteil der laufenden Ermittlungen.“ Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld wurde der Tatverdächtige gestern einem Haftrichter vorgeführt. Vor ihm ließ er sich nicht zu den Tatvorwürfen ein, wie die Polizei sagte.
Wer in der Nähe des Tatorts war, wird von der Polizei gebeten, seine Fotos und Videos zu sichten, die im Außenbereich aufgenommen wurden. „Sollten Sie den Verdacht haben, dass auf ihrem Material ein Bezug zu den Umständen der Tat zu erkennen ist, so stellen sie und dies bitte zur Verfügung", sagt der Leiter der Mordkommission Kriminalhauptkommissar Markus Ickler. Hier finden Sie die Kontaktdaten der Polizei Bielefeld.
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