Triathlet Frodeno zu Ironman-Crash: „Chaotisch und heftig“
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- Nach dem Horror-Crash beim „Ironman“-Triathlon in Hamburg äußert sich der deutsche Athlet Jan Frodeno zu dem Unfall, den er aus nächster Nähe miterlebte.
- „Ich war direkt daneben und habe gesehen, wie das Fahrrad in gefühlt 1000 Teile zerbrach“, erzählt er.
- Kurz vorher hatte er noch die Sicherheit beim Rennen kritisiert: „Das wird nicht gut ausgehen“.
Der Triathlon-Superstar Jan Frodeno äußerte sich zu den dramatischen Ereignissen beim Ironman in Hamburg, bei denen ein 70-jähriger Motorradfahrer nach einer Kollision mit einem britischen Amateurfahrer auf der Strecke starb. Der junge britische Radfahrer wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt, während ein Kameramann (50) auf dem Begleitmotorrad leichte Verletzungen erlitt.
Frodeno, der den Unfall aus nächster Nähe miterlebte, war sichtlich erschüttert. „Es war so chaotisch, es war so heftig“, sagte Frodeno laut Bild. „Ich habe gerade erfahren, dass der Motorradfahrer gestorben ist und mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. Ich war direkt daneben und habe gesehen, wie das Fahrrad in gefühlt 1000 Teile zerbrach.“ Er fügte hinzu: „Ich habe den Radfahrer vor mir gesehen und bin gerade so vorbeigekommen, dachte mir: Verdammt. Ich habe mich umgedreht, den Motorradfahrer am Boden gesehen und dachte mir: Das kann nicht gut ausgehen. Dann hörte ich, dass sie wiederbelebt wurden. Bei so etwas ist alles andere zweitrangig. Mein tiefstes Beileid an die Hinterbliebenen.“
Frodeno äußerte auch Kritik an der engen Streckenführung für Radfahrer und Motorradfahrer: „Es ist vielleicht der falsche Zeitpunkt, um Kritik zu äußern, aber ich habe mit einem Kampfrichter auf dem Weg nach draußen, vielleicht 15 Kilometer vorher, noch gesagt, dass es nicht gut enden wird. Rein sportlich gesehen war es nicht fair, weil die Motorräder einfach viel zu nah dran waren. Sie sind in der Gruppe gefahren. Es war eine völlige Farce. Und dann noch mit dem Gegenverkehr. Es war einfach so unfassbar eng, da dürfen keine Motorräder sein. Ich weiß, dass es medial begleitet werden muss, aber die Sicherheit der Athleten und der freiwilligen Helfer muss Vorrang haben.“
Für Frodeno war dies das erste Ironman-Rennen seit fast zwei Jahren und sein letztes in Deutschland. Dass er dabei Vierter wurde, trat angesichts des tragischen Unfalls in den Hintergrund.
Redaktion
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