Umfrage enthüllt die fleißigsten Missionare: Raten Sie mal, wer Freunde und Familie besonders gern mit Partei-Werbung nervt ...
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Parteipropaganda im Freundes- und Familienkreis kann ganz schön nerven. Genau deshalb verkneifen sich die meisten Menschen, ihr privates Umfeld von ihren politischen Vorlieben überzeugen zu wollen.
Nach einer aktuellen und repräsentativen (2004 Teilnehmer) INSA-Umfrage geben 52 Prozent der Befragten an, unter Bekannten und Verwandten „nie“ für die von ihnen selbst präferierte Partei zu werben. Knapp jeder Dritte (32 Prozent) kann es sich manchmal nicht verkneifen, Reklame für die favorisierte Partei zu machen, 13 Prozent rühren „oft“ und gern in kleiner Runde die Werbetrommel.
Ob und wie genervt die davon Betroffenen sind, konnte leider nicht abgefragt werden ...
Wer am liebsten missioniert ...
Interessant: Je älter die Befragten sind, desto konsequenter halten sie sich mit ihrer privaten Parteipräferenz zurück. In der Gruppe der 60- bis 69jährigen bzw. über 70jährigen geben 62 bzw. 61 Prozent an, „nie“ im Freundes- und Familenkreis für ihre Partei zu werben. Zwischen 50 und 59 Jahren verkneifen sich 59 Prozent politische Werbebotschaften. In der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren machen dagegen insgesamt 63 Prozent oft oder manchmal Parteiwerbung. Jugendlicher Überschwang gegen die Gelassenheit des Alters.

Fans der Grünen Partei lieben ihre Helden – und leisten nur allzu gern Überzeugungsarbeit für Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und Kollegen.
Zum Schluss lohnt ein Blick auf die Anhänger der verschiedenen Parteien. Hier muss man sich vor Unterstützern der Grünen, der Linken und der FDP besonders in Acht nehmen, wenn man nicht beim Bier oder bei Kaffee und Kuchen in Werbegespräche verwickelt werden will.
Spitzenreiter sind die Freunde der Liberalen, von denen 60 Prozent angeben oft oder manchmal für die FDP zu gut Wetter zu machen. Bei den Grünen sind es insgesamt 57 Prozent.

Auch Sahra Wagenknecht hat glühende Fans, diese halten sich im Missionieren allerdings eher zurück.
Die Linke kommt auf den gleichen Wert, während sich das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit insgesamt 29 Prozent auch auf diesem Gebiet deutlich absetzt. Im Lager derjenigen, die „oft“ aus ihren parteipolitischen Herzen keine Mördergrube machen, liegt die AfD mit 18 Prozent vorn. Mit Freunden der Freien Wähler (74 Prozent) und BSW-Leuten (65 Prozent) kann man sich dagegen relativ bedenkenlos an einen Tisch setzen, ohne Gefahr zu laufen, mit Parteiwerbung behelligt zu werden.
Ralf Schuler
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